Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Leisentrit

auch: Leisentritt

1 Gedenktag katholisch: 24. November

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Diözesan-Administrator in der Lausitz
* im Mai 1527 in Olmütz, heute Olomouc in Tschechien
24. November 1586 in Bautzen in Sachsen


Dom in Bautzen
Dom in Bautzen

Johannes Leisentrit, Sohn eines Wagenbauers und Schmieds, studierte in Krakau / Kraków und wurde 1549 zum Priester geweiht. 1559 wurde er Dekan am Dom in Bautzen, 1560 Generalkommissar der Lausitz, 1567 wurde er vom Papst zum Diözesan-AdministratorEin Apostolischer Administrator ist ein vom Papst eingesetzter Verwalter einer Diözese. Er übt sein Amt nicht wie ein Bischof als Amt göttlichen Rechts aus, sondern ist als Vikar weisungsgebundener Stellvertreter des Papstes. ernannt. Durch sein kluges Verhalten konnte der Katholizismus in der Lausitz überleben. Leisentrit forderte in Schriften den Gebrauch der deutschen Sprache in der Messe und bei der Spendung der Sakramente, was Rom aber nicht erlaubte - erst beim 2. Vatikanischen Konzil wurde diese Idee verwirklicht. Auch seine Bemühungen um ein eigens, von Meißen unabhängiges Bistum für die Lausitz blieb erfolglos.

1567 erschien das von Leisentrit herausgegebene Gesangbuch Geistliche Lieder und Psalmen der Alten Apostolischer recht- und warglaubiger Christlicher Kirchen. Das größte und schöne gestaltete Gesangbuch der Gegenreformation enthält 250 Lieder mit 181 Melodien, darunter viele aus protestantischen Quellen, und 70 neue Lieder, die Leisentrit wohl selbst verfasst hatte; es wurde in ganz Deutschland verbreitet. Im Gotteslob von 1975 sind davon enthalten: Ein Kind geborn zu Betlehem (GL 146), Christ fuhr gen Himmel, (GL 228, Strophe 2) und Königin im Himmelreich (GL 593), außerdem die Melodien bei GL 187, 220, 229, 303 und 515.

Johannes Leisentrits Grab ist im Dom in Bautzen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.12.2023

Quellen:

• Martin Persch. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz † (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. IV, Herzberg 1992

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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