Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes Teutonicus

deutscher Beiname: der Deutsche
auch: von Wildeshausen

Gedenktag katholisch: 4. November

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Bischof von Bosnien, Ordensgeneral
* um 1180 in Wildeshausen bei Oldenburg in Niedersachsen
4. November 1252 in Straßburg in Frankreich


Johannes, Sohn einer Adelsfamilie, lebte einige Zeit am Hof von Kaiser Friedrich II. - also wohl im Normannenpalast in Palermo - und studierte dann in Bologna Theologie sowie kanonisches und bürgerliches Recht. Er wurde nach Rom an den päpstlichen Hof berufen, lernte Dominikus kennen und trat 1220 in dessen Orden ein, predigte dann in Italien, Deutschland, Ungarn und Frankreich und gründete mehrere Klöster, darunter das Kloster in Straßburg. Papst Gregor IX. ernannte ihn zum PönitentiarEin Pönitentiar ist ein Mitglied des Domkapitels, der vom Bischof bestellt wurde und besondere Vollmacht hat, von bestimmten Kirchenstrafen selbst direkt loszusprechen. Zum Beispiel dann, wenn jemand die Messe gefeiert hat oder Beichte gehört hat, ohne Priester zu sein. Unter der Verschwiegenheit der Beichte kann er auch bei zuständigen Stellen der Kirche für den Nachlass bestimmter, schwerer Kirchenstrafen Sorge tragen, z. B. nach Verunehrung der Hl. Eucharistie oder bei Beichtsiegelbruch. und sante ihn zusammen mit zwei weiteren Legaten nach Deutschland, um dort für den 5. Kreuzzug zu werben, was Johannes mit großem Erfolg tat, auch weil er das Vertrauen von Kaiser Friedrich hatte. Aufgrund des Erfolgs seiner Predigtreisen in Ungarn ernannte Papst Gregor IX. ihn 1232 zum Bischof von Bosnien und zu seinem Legaten im Norden. 1237 legte er das Bischofsamt nieder, begab sich in ein Kloster und wurde 1238 Provinzial der Dominikaner für die Lombardei und 1241 beim Generalkapitel in Paris der vierte Ordensgeneral als Nachfolger von Raimund von Peñafort.

Bischof Walter von Straßburg erhob 1260 Johannes' Gebeine.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.04.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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