Ökumenisches Heiligenlexikon

Leo Wetmański

polnischer Name: Leon

Gedenktag katholisch: 10. Oktober

Name bedeutet: der Löwe (latein.)

Weihbischof in Płock, Märtyrer
* 10. April 1886 in Żuromin in Masowien in Polen
10. Oktober 1941 (?) in Białuty


Leo Wetmański
Leo Wetmański

Leo war der Sohn von Adam Wetmanski und Kordula geb. Chądzyński. 1902 begann er sein Studium am Lehrerkolleg in Wymyśl - heute ein Stadtteil von Skępe in Pommern. Weil er heimlich die polnische Sprache gelernt und eine Petition für die Einführung der polnischen Sprache im Lehrplan unterschrieben hatte, wurde er aus dem letzten Studienjahr ausgeschlossen. 1906 wurde er im Höheren Theologischen Seminar in Płock bei Łódź aufgenommen, 1912 in Płock zum Priester geweiht, dann zu weiteren Studien an die Theologische Akademie nach St. Petersburg geschickt, wo er 1916 als Master in Religionspsychologie abschloss. Aufgrund des Krieges konnte er nicht nach Polen zurückkehren und wurde Präfekt am Mädchengymnasium in St. Petersburg und 1917 geistlicher Vater am Seminar. 1918 kehrte er nach Polen zurück, wo er Professor für Askese und Mystik am Seminar in Płock und dessen Vizerektor wurde. Neben seiner pastoralen Arbeit war er am Kampf gegen Alkoholismus beteiligt. 1927 wurde er zum Weihbischof der Diözese Płock und zum Titularbischof von Camachus - dem heutigen Kemah bei Erzincan in der Türkei - ernannt und 1928 in Płock geweiht, wo er 1931 Präsident der Caritasgesellschaft wurde, eine Küche aufbaute, in der täglich 500 Mittagessen kostenlos serviert wurden, und die Vereinigung der Damen der Barmherzigkeit gründete. 1939 wurde er Direktor der Nationalapostolischen Priesterunion in Polen.

Nach dem deutschen Überfall auf Polen wurde er am 11. November 1939 verhaftet und in Płock ins Gefängnis gesteckt. Nach einigen Tagen wurde er freigelassen und 1940 ins Dorf Słupno bei Płock versetzt. Dort feierte er heimlich die Messe, bis er in der Nacht des 7. März 1941 zusammen mit dem Erzbischof von Płock, == Anton Julian Nowowiejski, verhaftet und dann ins deutsche Vernichtungslager Soldau nach Działdowo gebracht wurde. Er wurde wahrscheinlich nach der Typhus-Epidemie vom Juli und August 1941 ermordet, wahrscheinlich im Wald von Białuty nahe Działdowo; dort wurden in Folge der Epidemie etwa 300 Menschen erschossen, mindestens doppelt so viele starben an der Krankheit. Das offizielle Todesdatum der deutschen Behörden ist der 10. Oktober 1941.

Kanonisation: Leo Wetmański wurde am 13. Juni 1999 in Warszawa / Warschau zusammen mit weiteren 107 Märtyrern der deutschen Besatzung in Polen durch Papst Johannes Paul II.seliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.02.2021

Quellen:
• https://pl.wikipedia.org/wiki/Leon_Wetma%C5%84ski

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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