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Ökumenisches Heiligenlexikon

Livarius

französischer Name: Livier

Gedenktag katholisch: 17. Juli

Name bedeutet: aus dem altrömischen Geschlecht der Livier stammend (latein.)

Ritter, Märtyrer
* in Metz in Frankreich
† 451 (?) bei Moyenvic oder bei Marsal nahe Metz in Frankreich


Der Ritter Livarius begleitete der Legende zufolge im Alter von 17 Jahren seinen Vater auf einem Feldzug in die Lombardei gegen die Westgoten, die dem Arianismus anhingen. Nach einer Pilgerreise nach Jerusalem heiratete er demnach eine Tochter des Königs von Armenien, mit der er zwei Kinder hatte. Um 450 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo er als Heerführer die einfallenden Hunnen bekämpfte und versuchte, sie zum Christentum zu bekehren. Hunnenkönig Attila persönlich enthauptete Livarius bei Moyenvic, aber der nahm sein Haupt und bestieg damit einen Hügel, auf dem er dann beerdigt wurde.

Andere Überlieferung nennt Livarius' Tod in der Zeit der Ungarneinfälle um 900. Als Ort des Martyriums wird auch Marsal genannt.

Die Legende entstand im 12. Jahrhundert als reich ausgeschmückte Rittergeschichte. Historischer Kern können die Ungarneinfälle des 9./10. Jahrhunderts sein.

Bischof Theoderich von Metz ließ die Reliquien von Livarius' Grab auf dem Mont-Saint-Jean bei Moyenvic in das 969 von ihm gegründete Kloster St-Vincent nach Metz übertragen. Im 11. Jahrhundert kamen sie in die Kirche St-Polyeucte im Stadtteil Pontiffroy in Metz, die nun nach dem Märtyrer St-Livier genannt wurde; nach Aufhebung der Pfarrei in der Französischen Revolution und der teilweisen Zerstörung beim Abbruch der historischen Bebauung in den 1970-er Jahren ist sie nur noch als Ruine erhalten, die Reliquien kamen in die Kathedrale von Metz. Der Gedenktag ist der Tag der Übertragung der Gebeine ins Kloster St-Vincent.

Attribute: mit Schurz, auf Holzbock gefesselt





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.07.2018

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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