Ökumenisches Heiligenlexikon

Marcellus von Apamea

Gedenktag katholisch: 14. August

Gedenktag orthodox: 14. August

Gedenktag äthiopisch-orthodox: 14. August

Name bedeutet: dem (römischen Kriegsgott) Mars geweiht (latein.)

erster (?) Bischof von Apamea, Märtyrer (?)
* auf Zypern
um 390 in Aulon bei Apamea am Orontes oder in Apamea, heute Qualaat Al Madiq in Syrien


Marcellus, Sohn wohlhabender Eltern, war verheiratet und erwarb sich durch seine Unbescholtenheit, Gerechtigkeit und Milde hohes Ansehen und ehrenvolle Ämter. Nach dem Tod seiner Frau ließ er sich zum Priester weihen. 375 wurde er Erzbischof von Apamea. Er missionierte mit großem Einsatz und ging mit Strenge gegen den Götzendienst vor, besonders nach dem Edikt von 385, mit dem Kaiser Theodosius „der Große” das Christentum zur Staatsreligion erklärt hatte.

Nach mancher Überlieferung starb Marcellus als Märtyrer, weil erzürnten Heiden ihn ins Feuer warfen, nachdem er in Aulon bei Apamea einen Jupiter-Tempel in Brand gesteckt hatte. Demnach wurden die Mörder später entdeckt und Marcellus' Söhne wollten seinen Tod an ihnen rächen, aber eine SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. entschied, das sei Unrecht, denn der Getötete und seine Söhne hätten Ursache, Gott für die Gnade des Todes um Christit willen zu danken. Bei anderen wird Marcellus Bekenner genennt, der also zwar in der Zeit des Umbrauchs von Heiden- zum Christentum zu leiden hatte, aber nicht um dessentwillen starb.

Der Geschichtschreiber Theodoret von Kyrrhos nannte Marcellus einen in jeder Hinsicht hervorragenden, ganz heiligen und geistvollen Mann. Marcellus wurde in der Johanneskirche in Konstantinopel - der heutigen Kasımağa Ağa Camii in Ìstanbul - verehrt.

Attribute: brennendes Krucifix
Patron gegen Feuergefahr





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.09.2021

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://en.wikipedia.org/wiki/Apamea,_Syria#Bishopric
• Neslihan Asutay-Effenberger: Das Kloster des Ioannes Prodromos tñß Pétraß in Konstantinopel und seine Beziehung zur Odalar und Kasım Ag˘a Camii1. In: Millennium 5/2008, Walter de Gruyter, Berlin 2008, S. 299 - 325

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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