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Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria von Mörl

italienischer Name: Elisabetta

Gedenktag katholisch: 11. Januar

Name bedeutet: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)

Dulderin
* 16. Oktober 1812 in Kaltern, heute Caldaro in Südtirol in Italien
† 11. Januar 1868 daselbst


Maria von Mörls Grabstein auf dem Friedhof in Kaltern
Maria von Mörls Grabstein auf dem Friedhof in Kaltern

Maria Catharina Barbara von Mörl, Tochter eines adeligen Vaters und einer bürgerlichen Mutter, war schon seit ihrem fünften Lebensjahr kränklich. Nach den Pflichtschuljahren wurde Maria zum Erlernen der italienischen Sprache nach Cles am Nonsberg gesandt. Als dann ihre Mutter bei der Geburt des neunten Kindes starb, musste sie die Verantwortung für die jüngeren Geschwister übernehmen. Im Alter von 18 Jahren wurde Maria durch ihren geistlichen Vater, den Franziskaner Johannes Kapistran Soyer, in den Dritten Orden aufgenommen.

1830 wurde Maria schwer krank und blieb dies bis zu ihrem Lebensende. Am Festtag Mariä Lichtmess reichte Pater Kapistran ihr die heilige Kommunion, anschließend fiel sie in Ekstase; solche Verzückungen haben sich bis zu ihren letzten Lebenstagen wiederholt. Viele Menschen wollten nun die im Ruf der Heiligkeit stehende Jungfrau von Kaltern zu sehen; allein von Ende Juli bis Mitte September 1833 kamen etwa 45.000 Pilger. Am 4. Februar 1834 wurde Maria die Stigmatisierung mit den Wundmalen Jesu Christi zuteil. 1841 verließ sie ihr Elternhaus, um bis zu ihrem Tod bei den Schwestern des Dritten Ordens zu leben.

Maria wurde auf dem Friedhof in Kaltern begraben. Bis in die heutige Zeit wird von zahlreichen Heilungen berichtet, die durch ihre Fürbitte erlangt wurden.

Kanonisation: Das Verfahren zur Seligsprechung wurde 2015 eingeleitet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 15.06.2015

Quellen:
• http://www.unsertirol24.com/2015/05/06/seligsprechung-von-der-stigmatisierten-jungfrau-von-kaltern-beantragt/

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.