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Ökumenisches Heiligenlexikon

Mutter Maria Skobtsova

russischer Ordensname: Мать Мария
russischer Familienname: Скобцова
russischer Taufname: Jelisaweta Jurjewna Pilenko / Елизавета Юрьевна Пиленко

Gedenktag orthodox: 31. März

Name bedeutet: nach Maria

Nonne, Märtyrerin
* 20. Dezember 1891 in Rīga in Lettland
† 31. März 1945 in Ravensbrück bei Fürstenberg in Brandenburg

Mutter Maria Skobtsova zusammen mit dem russischen Philosophen Nikolai Berdjajew
Mutter Maria Skobtsova zusammen mit dem russischen Philosophen Nikolai Berdjajew

Elisabeth Jurjewna Pilenko, Tochter einer Adelsfamilie, wuchs in Anapa am Schwarzen Meer in Russland auf; nach dem Tod des Vaters zog ihre Mutter mit ihr in ihre Heimatstadt St. Petersburg, wo Elisabeth dann als erste Frau Theologie studierte und angesichts der Not der Menschen eine Spiritualität der Wohlfahrt für die Armen entwickelte. 1910 heiratete sie Dmitriy Kuz'min-Karavaev, einen Anhänger der Bolschewisten, war dann aktiv in literarischen Kreisen und verfasste poetische Werke; ihr erstes Buch, Sythische Fragmente, war eine Sammlung von Poesie aus dieser Zeit. 1913 erfolgte die Scheidung, Elisabeth trat in die Orthodoxe Kirche ein und zug mit ihrer Tochter in den Süden Russlands. Nachdem der Revolutionär Leo Trotzki die sozialdemokratisch orientierten Meschrajonzy 1917 den Bolschewiki von Lenin angeschlossen hatte, plante sie seine Ermordung; Freunde konnten die davon abhalten und sie zog wieder nach Anapa. Nach der bolschewistischen Revolution 1918 wurde sie stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt; als dann die antikommunistische Weiße Armee die Kontrolle über Anapa übernahm, floh der Bürgermeister und sie wurde Amtsinhaberin. Angeklagt, Bolschwewikin zu sein, kam sie vor den Richter Daniel Skobtsov - einer ihrer ehemaligen Lehrer -, der sie freisprach und bald darauf heiratete.

Nachdem sich die Bolschewiki wieder gegen die Weißen durchgesetzt hatten, floh die Familie nach Georgien, wo Elisabeths Sohn geboren wurde, dann nach Jugoslawien, wo ihre zweite Tochter geboren wurde, und 1923 nach Paris, wo sie sich wieder dem theologischen Studium und der Sozialarbeit widmete. Nachdem 1926 die zweite Tochter verstarb, kam es zur erneuten Scheidung; die erste Tochter kam in ein Internat nach Belgien, der Sohn zum Vater. 1932 wurde sie Nonne und nahm den Namen Mutter Maria an; ihr Mietshaus wandelte sie zum Kloster um, das ein Ort der offenen Tür für Flüchtlinge, Bedürftige und Einsame und ein Zentrum für intellektuelle und theologische Diskussionen wurde; beides - der Dienst an den Armen und die Theologie - gehörten für Mutter Maria zusammen. Als KaplanEin Kaplan (von lateinisch capellanus, „der einer Hofkapelle zugeordnete Kleriker”) ist im deutschen Sprachraum ein römisch-katholischer Priester in den ersten Jahren nach seiner Weihe, der in der Regel noch einem erfahrenen Pfarrer unterstellt ist. In manchen Bistümern wird er Vikar genannt - dies ist die Bezeichnung des kanonischen Kirchenrechts von 1983 - in anderen Kooperator. wurde dem Haus Demetrius Klepinine zugeteilt. Nachdem Frankreich 1940 von den Deutschen besetzt wurde, wurde Elisabeths Haus ein Zufluchtsort für Juden; Demetrius Klepinine stellte vielen - die vermeintlich rettenden - Taufbescheinigungen aus, Mutter Maria half vielen zur Flucht. Dann wurde das Haus geschlossen, sie wurde von der Gestapo verhaftet, ins Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefert und dort am Ostersamstag in die Gaskammer geschickt.

Mutter Maria Skobtsovas Leben wurde in der Sowjetunion verfilmt. In Israel wurde sie zur Gerechten unter den Völkern ernannt, dem Ehrentitel für Nichtjuden, die unter nationalsozialistischer Herrschaft ihr Leben einsetzten, um Juden vor der Ermordung zu retten. Auch Demetrius Klepinine starb in nationalsozialistischer Haft.

Kanonisation: Mutter Maria wurde am 16. Januar 2004 durch die SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. des Ökumenischen Patriarchats der Orthodoxen Kirchen zusammen mit Demetrius Klepinine heiliggesprochen, die gottedienstliche Feier fand am 1. und 2. Mai 2004 in der Alexander-Nevsky-Kathedrale in Paris statt.




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.04.2017

Quellen:
• https://en.wikipedia.org/wiki/Maria_Skobtsova

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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