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Ökumenisches Heiligenlexikon

Niels Stensen

latinisiert: Nicolaus Stenonis

Gedenktag katholisch: 5. Dezember
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Hamburg, Hildesheim, Münster, Osnabrück und Paderborn: 25. November

Name bedeutet: der Sieger über das / aus dem Volk (griech.)

Weihbischof für Münster und Paderborn
* 1 oder 11. Januar 1638 in Kopenhagen in Dänemark
† 25. November oder 5. Dezember 1686 in Schwerin in Meckelenburg-Vorpommern


Niels Stensen studierte ab 1656 Medizin und Anatomie in seiner Heimatstadt, in Amsterdam und Leiden. Er wirkte dann als Arzt und Forscher in Leiden und in Paris und wurde bekannt als Entdecker und bedeutender Wissenschaftler in den Fachgebieten Anatomie, Geologie, Paläontologie und Gesteinskunde. 1666 ging er nach Florenz, dort konvertierte der Lutheraner 1667 zur katholischen Kirche. Nach einer Zeit als Lehrbeauftragter in Kopenhagen von ab 1672 wurde er 1674 als Erzieher an den Hof der Medici wider nach Florenz gerufen. 1675 empfing er die Priesterweihe und wirkte dann mit ganzer Kraft als Seelsorger. 1677 wurde er auf Vorschlag des katholischen Herzogs Johann Friedrich von Hannover durch Papst Innozenz XI. zum apostolischen Vikar für die Missionen in Skandinavien ernannt, noch im selben Jahr wurde er in Rom zum Bischof geweiht.

Niels Stensen arbeite nun v. a. am Hof in Hannover, nahm auch an Religionsgesprächen mit Gottfried Wilhelm Leibnitz teil. Als Herzog Johann Friedrich 1679 starb, erbte sein evangelischer Bruder, der Bischof von Osnabrück, Ernst-August I., das Kurfürstentum Hannover, Stensen konnte sich dort nun nicht mehr halten, denn der neue Herrscher suchte den Katholizismus einzuschränken. Er ging nach Münster und war ab 1680 als Weihbischof für Münster und Paderborn tätig. 1683 zog er unter dramatischen Umständen von dort fort: das Domkapitel hatte ihn beauftragt, vor der Wahl des neuen Bischofs das Hochamt zu halten, Stensen lehnte ab wegen der im Vorfeld von Bischofswahlen üblichen Bestechungen und Wahlkapitulationen und verließ die Stadt nach der tatsächlich durch Simonie zustande gekommenen Wahl des Kölner Kurfürsten Maximilian Heirich von Bayern. Er ging nach Altona - heute Stadtteil von Hamburg - und wirkte in Hamburg. Kurz vor seinem Tod ging er nach Schwerin, gründete dort die vom Hof unabhängige, katholische Gemeinde und wirkte als einfacher Seelsorger.

Niels Stensen starb verarmt, im Dienst für seine kleine Gemeinde in Schwerin. Seine Lauterkeit, sein asketisches Leben und sein vorbildliches Wirken als Priester fand hohe Anerkennung, auch über Konfessionsgrenzen hinweg.

Niels Stensens Gebeine wurden 1687 in die Gruft der Medici in der Kirche S. Lorenzo nach Florenz überführt, dort 1953 in eine Seitenkapelle umgebettet.

Kanonisation: Niels Stensen wurde am 23. Oktober 1988 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Martyrologium Romanum Flori-Legium

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.09.2015

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 3. Christiana, Stein am Rhein 1994
• http://www.bautz.de/bbkl/s/s4/stensen_n.shtml
• Michael Gerhard, E-Mail vom 24. November 2005
• Dr. H.B. Kraienhorst, E-Mail vom 5. Dezember 2005
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.