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Ökumenisches Heiligenlexikon

Gottfried Wilhelm Leibniz

Gedenktag evangelisch: 14. November

Name bedeutet: G: der Gottesfriede (althochdt.)
W: Wille und Schutz (althochdt.)

Philosoph
* 1. Juli 1646 in Leipzig in Sachsen
† 14. November 1716 in Hannover in Niedersachsen


Gottfried Wilhelm Leibniz war Mathematiker, Rechtsgelehrter, Politiker, Theologe, Geschichts- und Sprachforscher. Mit fast allen Gelehrten Europas stand er in regem Briefkontakt. 1676 wurde er Bibliothekar des Herzogs von Hannover, später Hofgeschichtsschreiber. Er regte die Gründung von Akademien der Wissenschaften an, 1700 wurde eine solche in Berlin, 1711 in Petersburg gegründet. Leibniz wurde eines der ersten ausländischen Mitglieder der französischen Akademie der Wissenschaften und 1709 zum Freiherrn ernannt.

1673 stellte Leibniz eine von ihm entworfene mechanische Rechenmaschine vor, die die Multiplikation durch fortgesetzte Addition und die Division durch fortgesetzte Subtraktion ermöglichte; eine verschiebbare Walze sorgte dabei für die stellengenaue Addition bzw. Subtraktion der einzelnen Teilprodukte.

Leibniz' Rechenmaschine, aus Jacob Leupold:
Leibniz' Rechenmaschine, aus Jacob Leupold: Theatrum arthimeticum, 1727

Als Philosoph begründete Leibniz ein rationalistisch-idealistisches Weltbild, das die mechanistische Erklärung der Natur durch Descartes mit dem christlichen Glauben zu versöhnen suchte. Statt der toten Atome sieht er als Basis allen Seins Monaden, deren Lebensgrund die unendliche Zentralmonade der Welt, Gott, bildet. Gott sorgt demnach für eine von vornherein angelegte Harmonie zur Steuerung der Vorgänge in Natur und Geschichte. Aus der Erkenntnis, dass die Welt um uns die vollkommenste aller denkbaren ist, folgt die Rechtfertigung Gottes - Leibniz prägte für diese Frage, warum Gott nicht alle Übel in der Welt beseitige, den Begriff Theodizee. Gott herrscht als Gütiger und Mächtiger trotz des Schlimmen in der Welt. Leibniz' Welt- und Gottesbild war geprägt von einer lebens- und weltbejahenden Zuversicht.

Catholic Encyclopedia

  Eine schöne informative englischsprachige Seite über Leibniz hat die School of Mathematics and Statistics der University of St. Andrews in Schottland

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.11.2016
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:

• http://www.es.flinders.edu.au/~mattom/science+society/lectures/illustrations/lecture20/leibnitz.html