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Ökumenisches Heiligenlexikon

Einführung Verzeichnis der Übersichten

5. Dezember

1. † am Dienstag, dem 5. Dezember 304, wurde in Thebeste in Numidien, heute Tebessa, enthauptet, die heilige Märtyrin Crispina von Thagora, Toura, eine vornehme Dame und Familienmutter, die, zur Zeit der Kaiser Diokletian und Maximian, unter dem Proconsul Anulinus, Demütigungen und Folterungen überstand und schließlich enthauptet wurde. Ihre Berühmtheit in der Antike verdankt sie Augustinus (8. August 430/1), der ihr Martyrium in Predigten besang. Wegen der zahlreichen Pilger an ihrem Grab errichtete man um 400 ein großes Pilgerheiligtum mit Unterkünften und Fischteichen.

2. † am Sonntag, dem 5. Dezember 532, entschlief in seinem einsamen Kloster in der Wüste Juda, im Kidrontal etwa 25 km östlich von Jerusalem, der heilige Abt Sabas, Mar Saba, 93 J. Gebürtig aus Motalala in Kappadokien, pilgerte er 25-jährig ins Heilige Land und wurde Mönch im Theoktistuskloster am Toten Meer, unter Führung des heiligen Euthymius (20. Januar 473/5), zog sich dann zurück in die Einsamkeit in die Wüste Juda und gründete, für die vielen jungen Männer die ihm ins geistliche Leben folgten, eine neue Art Klosterleben, indem er Einsiedler in sieben Klöstern, LauraEine Laura (von griech.„Λαύρα, enge Gasse”) ist eine Art Einsiedlergemeinschaft, bei der die Mönche während der Wochentage jeweils für sich alleine in Höhlen lebten und nur am Wochenende zur Feier der „Göttlichen Liturgie”, zum Gebet, zum gemeinsamen Mahl und zum brüderlichen Beisammensein zusammenkommen., Hütte, genannt, miteinander verband unter einem Vorsteher, ArchimandritEin Archimandrit (aus griech.„αρχή, Anfang” und „μάνδρα, Unterkunft”) ist in den östlichen und orthodoxen Kirchen der vorgeordnete Vorsteher eines oder mehrer Klöster, entsprechend etwa dem westlichen Erzabt. Er steht hierarchisch über dem Hegumen. Der Begriff wird auch als besonderer Ehrentitel für orthodoxe Priestermönche verwendet.. 491 empfing er die Priesterweihe. Er war ein tapferer Vorkämpfer der Orthodoxie gemäß dem Glaubensbekenntnis des Konzils von Chalkedon (451). Mit seinem Freund, dem Abt und Koinobiarchen Als Koinobion (von griech.„κοινός, gemeinsam” und „βιος, Leben”)bezeichnet man die Form klösterlichen Zusammenlebens, in der die Mönche die tägliche „Göttlichen Liturgie”, die Stundengebete und auch die Mahlzeiten gemeinsam vollziehen. Theodosius von Deir Dosi (11. Januar 529/7), unweit südöstlich von Jerusalem, bekämpfte er den Monophysitismus. Nach einem Versuch der Lauragründung bei Thekoa, auch östlich von Jerusalem am Rand der Wüste Judäa, gründete er im tiefen Kidrontal die große Laura, in der er dann selber lebte, allen ein leuchtendes Vorbild war und die Mönche alle leitete; sie wurde bald nach ihm Mar Saba genannt. Ein Mönch von Mar Saba, Kyrillos von Skythopolis, Beth Shean, hat schon um 555 seine Vita geschrieben. Zur Zeit der muslimischen Eroberungen und der vielen Märtyrer unter den Einsiedlern um Mar Saba wurden die Reliquien nach Konstantinopel in Sicherheit gebracht, dort aber beim Überfall der Kreuzfahrer 1204 von den Eroberern mitgenommen nach Venedig. Einige Reliquien müssen schon früh nach Rom gelangt sein, denn dort gibt es seit dem 7. Jahrhundert eine dem heiligen Saba geweihte Kapelle, die die heilige Silvia (3. November, 6. Jahrhundert/7), die Mutter des heiligen Papstes Gregor des Großen (12. März 604/6) als Oratorium für sich hat bauen lassen und die später, im 12. Jahrhundert als Kirche ausgebaut wurde. Die wichtigsten Reliquien in Venedig wurden von Papst Paul VI., nach seinem Besuch im Heiligen Land Anfang Januar 1964, gegen Ende des II. Vatikanischen Konzils, an das Kloster Mar Saba zurückgegeben; Kardinal Urbani von Venedig hat sie am 25. Oktober 1965 feierlich verabschiedet und die Mönche von Mar Saba, mit ihnen die gesamte Orthodoxie, haben sich über dieses Zeichen der Ökumene sehr gefreut.

3. † am Dienstag, dem 5. Dezember 1038 entschlief im Benediktinerkloster San Pietro in Aquara, der heilige Mönch Lucido, il Santo della Valle di Calore, nach Gründung S.P.A. nach Montecasino OSB, dann Pilger ins Hl. Land (986 - 988), zurück in die Grotte Arsicia, in valle Meteliana, wo heute la Badia della Santissima Trinità di Cava di Tirreni sich befindet, dort blieb er viele Jahre, von vielen Pilgern besucht, besuchte selber immer wieder die OSB Abtei SPA, um 1009 aber ließ er sich in Montecassino fest nieder, 1011 gründete er im nahen vallata di Albaneta ein kleines Oratorium, das zum Kloster auswuchs, dort blieb er bis zu seinem Tod am 3.12.1038; auf anhaltendes Bitten wurden die Reliquien am 28. Juli 1458 nach SPA übertragen und 1649 in eine Silberstatuette beigesetzt, diese wurde 1895 gestohlen, aber die Reliquien kurz danach wieder gefunden und in der Pfarrkirche Snicolò in Bari beigesetzt; eine neue Silberfassung wurde 1975, die dritte 1999 gestohlen, aber vor allem die Hauptreliquie wieder gefunden und am 28. Juli 1999 in festlicher Prozession in die Pfarrkirche in Bari wieder eingeholt.

4. † am Samstag, dem 5. Dezember 1108, entschlief in Bornos, südlich von Sevilla, der heilige Bischof Gerald von Braga in Portugal, gebürtig aus Cahors, wurde er Benediktiner in Moissac, nordwestlich Toulouse, begleitete den Bischof Bernardo von Toledo nach Spanien, um dort den gregorianischen Choral einzuführen; er wurde 1096 Bischof von Braga; er erneuerte sein Bistum, nach der Vertreibung der Mauren, zu deren Zeit der Glauben fast untergegangen war, mit großem Eifer nach dem Vorbild des Geistes von Cluny, liturgisch, disziplinär und glaubensfroh; er starb auf einer Visitationsreise in Bornos, am äußersten Rand seines Bistums.

5. † am Dienstag, dem 5. Dezember 1495, entschlief in Mantua, der selige Priester Bartolomeo Fanti, 80 J., aus dem Orden der Karmeliter. 1452 wurde er zum Priester geweiht, ab 1460 wirkte er als engster Mitarbeiter des Ordensspirituals. Durch sein Wort und sein Vorbild die Gläubigen begeisterte er sie für die Liebe zu Gott und die kindliche Verehrung der heiligen Gottesgebärerin Maria.

6. † am Mittwoch, dem 5. Dezember 1612, wurde in London grausam hingerichtet, der heilige Priester und Märtyrer John Almond, 35 J., der mit großem Erfolg in Rom am Englischen Kolleg studierte, die Priesterweihe empfing und als Heimatmissionar zurück in England etwa zehn Jahre lang im Untergrund der Kirche dienen konnte. 1608 wurde er verhaftet, aber wieder freigelassen. 1612 zum zweiten mal verhaftet, wurde er besonders schnell verurteilt und hingerichtet, weil in diesen Wochen auffallend viele gefangene Priester in die Freiheit entflohen waren. Er hat immer Freude daran gehabt, anderen eine Freude zu bereiten, so leerte er vom Galgen herab noch seine Taschen, in denen es durch die Nachlässigkeit seiner Bewacher noch etwas gab, und verstreute alle Münzen die er noch hatte unter die Schaulustigen. Zuletzt rief er noch laut den heiligen Namen Jesus an.
Siehe auch 4. Mai, 6/29

7. † am Donnerstag, dem 5. Dezember 1686, entschlief in Schwerin, der selige Bischof Nicolaus (Nils) Stensen, 48 J., geboren am 11. Januar 1638 in Kopenhagen in einer frommen lutherischen Familie, Student und Gelehrter der Medizin in Amsterdam und Leiden, der am 7. November 1667 in Florenz konvertierte, zwei Jahre als königlicher Anatom in Kopenhagen war, dann, zurück in Florenz, dort Erzieher des Erbprinzen von Florenz war und am 13. April 1675 zum Priester geweiht wurde; am 21. August 1677 ernannte ihn der Papst, auf Betreiben des katholischen Herzogs Johann Friedrich von Hannover, zum Apostolischen Vikar für die Nördlichen Missionen, mit dem Sitz in Hannover, und am 19. September. 1677 wurde er in Rom vom Bischof Barbarigo zum Titularbischof von Titiopolis geweiht. Dessen Nachfolger 1680 schränkte die wenigen Katholiken sehr ein, so dass Stensen am 7. Oktober 1680 vorsorglich zum Suffragan des Fürstbischofs von Münster und Paderborn, Ferdinand von Fürstenberg, ernannt und als dessen Weihbischof tätig wurde. 1683 starb der Fürstbischof und Stensen machte sich unbeliebt durch öffentliche Kritik an Bestechungen im Zusammenhang mit der neuen Bischofswahl zugunsten des Kölner Kandidaten. Er zog sich zurück nach Hamburg und verlor seine Aufgaben als Weihbischof von Münster. Er war kurz Pfarrer in der kleinen katholischen Pfarrei von Altona, litt aber unter Krankheiten, besuchte kurz seine Geburtsstadt Kopenhagen und ließ sich dann auf der Missionsstation Schwerin nieder. Nach kurzer Wirksamkeit starb er dort. Sein Leichnam wurde in der Schlosskapelle aufgebahrt, vorläufig beigesetzt im evangelischen Dom, bereits 1687 nach Florenz in die Kirche San Lorenzo überführt, 1953 dort umgebettet in einen eigens für ihn umgestalteten antiken Sarkophag. Am 23. Oktober 1988 hat ihn im Petersdom Papst Johannes-Paul II. seliggesprochen.

8. † am Samstag, dem 5. Dezember 1931, entschlief in Turin, der selige Priester Filippo Rinaldi, aus der Gesellschaft der Salesianer Don Boscos, Generaloberer der Salesianer, der dritte Nachfolger des heiligen Giovanni. Don Bosco (31. Januar 1888 / 1), der sich besonders verdient gemacht hat durch das Aussenden von Mitbrüdern in die Missionsgebiete.

9. † am Samstag, dem 5. Dezember 1942, wurde im Konzentrationslager Dachau zugrundegerichtet, der selige Priester und Märtyrer Narcyz Putz, 65 J., Priester des Bistums Posen, Posnan.
Siehe auch 28. Mai 14/83

Köln: Anno: 4. Dezember/11
Eichstätt: Sola: 4. Dezember/9


aus dem MARTYROLOGIUM ROMANUM 2004 übersetzt und in vielen Teilen ergänzt
von † Klaus Martin Reichenbach, Priester der Erzdiözese Köln




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Autor: Klaus Martin Reichenbach - zuletzt aktualisiert am 21.11.2015
korrekt zitieren:
Klaus Martin Reichenbach: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.