Ökumenisches Heiligenlexikon

Osgyth

auch: Osytha, Ositha, Osgitha, Othith, Sythe

Gedenktag katholisch: 7. Oktober

Name bedeutet: die Gotteskriegerin (altenglisch)

Klostergründerin und erste Äbtissin in St Osyth, Märtyrerin
* in Quarrendon, heute Ruinen bei Aylesbury in Buckinghamshire in England
um 700 in Chich, heute St Osyth in Essex in England


Osgyth war der unsicheren Überlieferung zufolge die Tochter von Frithwald, einem Unterkönig von Mercien, und der Wilburga, einer Tochter des heidnischen Königs Penda von Mercien. Ihre Eltern gründeten zusammen mit Erkonwald 675 das Kloster Chertsey. Osgyth wurde von ihren Tanten == Eadgyth von Aylesbury und == Eadburga von Bicester erzogen. Sie wollte Nonne werden, wurde aber von ihrem Vater zur Ehe mit Sighere, dem König von Essex, gezwungen. Als ihr Mann eines Tages auf der Jagd war, ließ sie sich doch zur Nonne weihen; ihr Mann akzeptierte das und gewährte ihr Land in Chich - dem später nach ihr benannten St Osyth - in Essex, wo sie das Kloster errichtete, das sie als erste Äbtissin leitete. Sie wurde von einfallenden Piraten enthauptet, der Legende zufolge an der später sich als heilkräftig erweisenden Quelle in ihrem Geburtsort Quarrendon, woraufhin sie ihren Kopf - wie einst Dionysius von Paris - zu ihrem Kloster trug, um dort bestattet zu werden.

Erzählt wird, dass == Eadgyth Osgyth eines Tages zur Äbtissin Modwenna von Northumbrien sandte, um dieser ein Buch zu bringen. Beim Überqueren eines Baches fiel sie unterwegs ins Wasser und ertrank. Nach drei Tagen wurde sie vermisst, Eadgyth ging deshalb zu Modwenna, sie suchten nach ihr und fanden sie am Ufer des Baches; sie beteten um ihre Wiederherstellung, die dann erfolgte.

Osgyths Gebeine wurden in ihrem Kloster in St Osyth verehrt. Um 1250 wurde die Legende niedergeschrieben.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 21.12.2020

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://en.wikipedia.org/wiki/Osgyth

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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