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Ökumenisches Heiligenlexikon

Paisios vom Athos

Taufname: Arsenios Eznepidis

Gedenktag orthodox: 12. Juli

Name bedeutet: der Spielerische (griech.)

Mönch
* 25. Juli 1924 in Pharasa, heute Ruinen nahe Yapraklı Köyü bei Adıyaman in der Türkei
12. Juli 1994 in Souroti bei Thessaloniki in Griechenland


Ikone in der neuen Kirche beim Kloster Hodegetria auf Kreta
Ikone in der neuen Kirche beim Kloster Hodegetria auf Kreta

Arsenios Eznepidis wurde kurz vor dem Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei in Kappadokien geboren und getauft durch == Arsenios von Kappadokien, der dem Kind eine Zukunft als Mönch voraussagte. Nach dem Bevölkerungsaustausch kam die Familie nach Konitsa, wo Arsenios die Schule besuchte und eine Lehre als Schreiner machte. Nach seinem Soldatendienst während des Bürgerkriegs, der Griechenland 1946 bis 1949 erschütterte, ging er 1950 auf den Athos, erst ins Kloster Koutloumousíou, dann ins Kloster Esfigménou, wo er Mönch wurde und den Namen Averkios erhielt. Bald danach ging er ins Kloster Kloster Filotheou, wo sein Onkel Mönch war und er 1957 das Kleine Schema und den Namen Paisios verliehen bekam. 1958 wurde er gebeten, einige Zeit in seinem Heimatdorf zu verbringen, um die Menschen seelsorgerisch und mit caritativen Aktionen zu unterstützen und damit zu verhindern, dass die Mission protestantischer Gruppen Erfolg hat. 1

1962 ging Paisios ins Katharinenkloster auf den Sinai, 1964 kehrte er zum Berg Athos zurück ins Kloster Ivíron und zog nach einiger Zeit in eine Zelle in der Siedlung Katounákia. Diese musste er verlassen, weil er krank wurde, 1966 wurde ein Teil seiner Lungen entfernt. Im selben Jahr kehrte er zurück, ging in die Zelle des Heiligen Kreuzes, die zum Kloster Stavronikíta gehört, und bekam dort das Große Schema. 1979 ging er in die Zelle Panagouda, eine Einsiedelei des Klosters Koutloumousíou. 1993 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert und operiert, nach seiner Genesung wurde er - weil sein Zustand eine Rückkehr auf den Athos nicht erlaubte - ins Johannes-Kloster nach Souroti gebracht, das er 1967 mitgegründet hatte.

Paisios verfasste verschiedene Werke zum Thema Buße, Moralthologie und Spiritualität und machte sich auch durch geopolitische Prophezeiungen über ein kommendes Groß-Griechenland einen Namen.

Kanonisation: Paisios wurde am 13 Januar 2015 vopm Ökumenischen Patriarchat in Konstantinopel heiliggesprochen, dies war die zweitschnellste Heiligsprechung in der jüngeren Kirchengeschichte.

1 Uns ist nicht klar, was hier mit Protestanten gemeint ist; möglich wären US-amerikanische oder englische Protestanten, aber auch römisch-katholische Missionsversuche, denn die Orthodoxen Kirchen bezeichnen auch die Katholken des öfteren als Protestanten, da sie nach ihrer Auffassung sich mit dem Morgenländischen Schisma von der einzigen rechtgläubigen, eben der orthodoxen, Kirche abgespalten haben.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 30.04.2019

Quellen:
• https://en.wikipedia.org/wiki/Paisios_of_Mount_Athos
• https://www.scribblemaps.com/maps/view/Pharasa/2ZQ3Cm95QR

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.