Ökumenisches Heiligenlexikon

Paraskeva von Rom

auch: Venera, Veneranda

Gedenktag katholisch: 26. Juli

Gedenktag orthodox: 26. Juli

Name: abgeleitet vom Freitag (griech.)

Jungfrau, Predigerin, Märtyrerin
* in Gerace in Kalabrien in Italien
um 140 (?)


Paraskeva, Tochter von Agathon und Politia, wurde der Überlieferung zufolge an einem Freitag geboren, daher ihr Name. Nach dem Tod ihrer Eltern verteilte sie ihren Reichtum an die Armen und weihte ihre Jungfräulichkeit Jesus Christus. Sie predigte und bekehrte viele Leute zum Christentum, darunter nach mancher Überlieferung auch Kaiser Antoninus Pius 1. Weil sie sich weigerte, den Götzen zu opfern, wurde sie vor Gericht gestellt und bekannte sich furchtlos als Christin. Man setzte ihr einen glühenden Helm auf und warf sie in einen mit siedendem Öl und Pech gefüllten Kessel, aber sie blieb wundersamer Weise unverletzt. Als der Kaiser dabei zuschaute, warf sie einen Tropfen der heißen Flüssigkeit in sein Gesicht, der ihn brannte. Als er um Hilfe bat, heilte Paraskeva ihn, deshalb ließ er sie frei.

Auf Reisen predigte Paraskeva dann weiter das Evangelium. Als sie in eine Stadt kam, die vom Statthalter Asklepios regiert wurde, wurde sie wieder vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Sie wurde in eine Höhle gebracht, in der sich eine große Schlange befand, die sie verschlingen sollte, aber Paraskeva machte das Kreuzeszeichen über der Schlange und diese starb. Nachdem der Statthalter und die Bürger Zeugen dieses Wunders wurden, bekehrten sie sich zum Glauben an Christus; Paraskeva wurde frei gelassen und konnte weiter predigen. Später kam sie in eine Stadt, die vom Statthalter Tarasius regiert wurde, wurde wieder angeklagt, erduldete erneut heftige Folterungen und wurde schließlich enthauptet.

Paraskevas Legende ist wohl eine Fortschreibung der Überlieferung über Paraskeva Pyatnitsa und sie ist identisch mit Veneranda von Gallien.

1 Kaiser Antoninus Pius wurde nie Christ, er hat im Gegenteil eine konservative Religionspolitik betrieben und mit seiner Betonung des Römertums, der Traditionspflege des altrömischen Glaubens und der Tugenden der Altvorderen so stark wie kein Kaiser seit Augustus für die Rückbesinnung auf die kultischen und mythischen Wurzeln Roms gewirkt.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 05.03.2022

Quellen:
• http://ww1.antiochian.org/node/19111 - abgerufen am 05.02.2022
• https://www.oca.org/saints/lives/2019/07/26/102096-martyr-paraskev-of-rome - abgerufen am 05.02.2022
• Acta Sanctorum zum 28. Juli

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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