Ökumenisches Heiligenlexikon

Potitus

Gedenktag katholisch: 14. Januar
13. Januar
in Neapel: 30. Januar
Übertragung der Gebeine nach Pisa: 20. August

Name bedeutet: der tüchtig Trinkende (latein.)

Märtyrer
154 auf Sardinien in Italien oder in Sardica, heute Sofia in Bulgarien oder in Tricario bei Matera in Italien


Reliquiar in der Kathedrale in Ascoli Satriano
Reliquiar in der Kathedrale in Ascoli Satriano

Potitus erlitt der legendarischen Überlieferung zufolge unter Kaiser Antoninus Pius das Martyrium durch Enthauptung.

Potitus Reliquien wurden mit denen von Ephysius von Nora nach Pisa übertragen. Auch in Neapel wurde er sehr verehrt und schon im um 863 dort entstandenen Marmorkalender verzeichnet. Dafür wurden in Neapel spezielle Hymnen eingeführt, schon 1140 war ihm der Vorgängerbau der Kirche San Potito geweiht - sie wurde 2017 entweiht und ist heute eine Gemäldegalerie.

Das Martyrologium Romanum von 2001/2004 verzeichnet nur den Märtyrer Potitus in Sardica -, der demnach im 1. Jahrhundert litt. Die Bollandisten halten dies für falsch, aber für möglich, dass Potitus auf Sardinien geboren wurde und in Sardica starb. Die Verehrung in Süditalien ist verbreitet, weil als Todesort Tricarico bei Matera angenommen wird und dort seine Reliquien am 14. Januar 1506 gefunden wurden.

Kloster San Potito in Ascoli Satriano
Kloster San Potito in Ascoli Satriano

In Ascoli Satriano bei Foggia ist Potitus die Klosterkirche San Potito geweiht, die dortige Kathedrale bewahrt ebefalls Reliquien, die ein Eseltreiber der Überlieferung zufolge wundersamer Weise nahe des Ortes gefunden hatte, in einer Silberbüste. Beim Fest am 13. Januar wird dort ein Esel aus Pappmaché in die Luft gejagt.

2020 schenkte Papst Franziskus der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche Reliquien von Potitus, weil er auch dort sehr verehrt wird.

Patron von Tricarico und Ascoli Satriano

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 23.05.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/91841
• https://de.wikipedia.org/wiki/San_Potito_(Neapel)

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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