Suchen:

Ökumenisches Heiligenlexikon

Prosdocimus von Padua

italienischer Name: Prosdocimo

Gedenktag katholisch: 7. November

Name bedeutet: der Vorhersager (griech. - latein.)

erster Bischof von Padua (?)
* in Griechenland (?)
139 (?) in Padua in Italien


moderne Statuen von Prosdocimus und Justina von Padua, in der Kathedrale in Padua
moderne Statuen von Prosdocimus und Justina von Padua, in der Kathedrale in Padua

Die Legende erzählt von Prosdocimus, der Grieche sei in Antiochia - dem heutigen Antakya Petrus begegnet und von diesem zum Christenglauben bekehrt worden. Als er erst 20 Jahre alt war weihte Petrus ihn zum Bischof und sandte ihn als Glaubensbote nach Padua, wo er als der erste Bischof der Stadt wirkte; seine Kirche stand damals an der Stelle der heutigen Basilika Santa Giustina.

Die Tradition nennt Prosdocimus auch Glaubensbote in der Gegend um Belluno, der nach dem Märtyrertod von Hermagoras gewirkt habe, andere Überlieferung sieht sein Wirken als ersten Glaubensboten in Feltre oder als Gründer der Gemeinde in Pievebelvicino bei Schio oder als den Bischof, der Justina von Padua bekehrte und taufte.

Prosdocimus' Sarkophag, 1564, in der im 6. Jahrhundert für die Gebeine von Justina von Padua und anderen Märtyrern erbauten und ihm geweihten Kapelle an der Basilika Santa Giustina in Padua, darüber das Relief aus dem 5. Jahrhundert, auf dem er als römischer Aristrokat dargestellt ist
Prosdocimus' Sarkophag, 1564, in der im 6. Jahrhundert für die Gebeine von Justina von Padua und anderen Märtyrern erbauten und ihm geweihten Grabkapelle an der Basilika Santa Giustina in Padua; darüber das Relief aus dem 5. Jahrhundert, auf dem er als römischer Aristrokat dargestellt ist

Um die Person Prosdocimus gibt es verschiedene Theorien; demnach war er tatsächlich im 3. oder im 7. Jahrhundert Bischof von Padua; der Vorgängerbau der heutigen Kathedrale von Padua wurde im 4. Jahrhundert errichtet. Andere sehen ihn als rein legendäre Gestalt, die im 6. oder auch erst im 11. Jahrhundert aufkam.

Im Hintergrund der Legende um Prosdocimus' Aussenduung durch Petrus steht wohl, dass auch Padua einen auf die Apostel zurückzuführenden Ursprung der Gemeinde sehen wollte, ebenso wie Aquileia mit Hermagoras und Ravenna mit Apollinaris.

Relief: Prosdocimus tauft Justina von Padua, am Portal der Basilika Santa Giustina in Padua
Relief: Prosdocimus tauft Justina von Padua, am Portal der Basilika Santa Giustina in Padua

Spätestens im 6. Jahrhundert wurde Prosdocimus in der antiken Totenstadt von Padua verehrt, über der dann die Basilika Santa Giustina erbaut wurde; dieser wurde 1564 eine Verbindungsgang - der Korridor der Märtyrer - zu der über dem Grab von Prosdocimus erbauten, ihm geweihten Kapelle hinzugefügt. Prosdocimus' Sarginschrift bezeichnet ihn als Bischof und Bekenner. Ab dem 9./10. Jahrhundert und danach war seine Verehrung in der ganzen Gegend weit verbreitet.

Patron von Padua

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Die Basilika Santa Giustina in Padua ist werktags von 7.30 Uhr bis 12 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr, sonntags von 8 Uhr bis 12.15 Uhr und von 15 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet. (2021)
Die Kathedrale in Feltre ist täglich von 7.30 Uhr bis 12 Uhr und von 15 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. (2021)





USB-Stick Heiligenlexikon als USB-Stick oder als DVD


Seite zum Ausdruck optimiert

Empfehlung an Freunde senden

Artikel kommentieren / Fehler melden

Suchen bei amazon: Bücher über Prosdocimus von Padua

Wikipedia: Artikel über Prosdocimus von Padua

Fragen? - unsere FAQs antworten!

Im Heiligenlexikon suchen

Impressum - Datenschutzerklärung

Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Osburga von Coventry
index
Avitus von Vienne
Unser Reise-Blog:
 
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.


      Zum Schutz Ihrer Daten: mit 2 Klicks empfehlen!

Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.07.2021

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


Sie könnnen sich mit Klick auf den Button Benachrichtigungen abonnieren und erhalten dann eine Nachricht, wenn es Neuerungen im Heiligenlexikon gibt:






Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.