Ökumenisches Heiligenlexikon

Justina von Padua

italienischer Name: Giustina


Bartolomeo Montagna: Justina von Padua, Fragment, um 1490, Metropolitan Museum of Art in New York
Bartolomeo Montagna: Justina von Padua, Fragment, um 1490, Metropolitan Museum of Art in New York

Justina, angeblich aus adeliger Familie, wurde mancher Legende zufolge von Bischof Prosdocimus von Padua getauft und dann der Überlieferung nach von Maximian - genannt Herculius -, dem Mitkaiser Diokletians in den Verfolgungen - als christliche Jungfrau in Padua zum Tode verurteilt, weil sie standhaft bei ihjrem Christlichen Bekenntnis bleib und das Götzenopfer verweigerte. Unmittelbar danach, noch ehe der Henker kam, wurde sie von einem Soldaten auf dem Hinrichtungsplatz vor der Porta Pontecorvo mit dem Schwert durchbohrt.

Justina wurde zunächst nahe des Amphitheaters Zairo - an der Stelle des heutigen Parks della Valle - begraben. Über ihrem Grab errichtete der Prätorianer-Präfekt Venanzio Opilione um 453 die ihr geweihte Basilika Santa Giustina; 874 wurde dieser Kirche ein Kloster angeschlossen, das ab um 971 von Benediktinern bewohnt wurde.

heutige Basilika Santa Giustina in Padua
heutige Basilika Santa Giustina in Padua

Der heutige Nachfolgebau, von 1501 bis 1573 errichtet, verwahrt ihre Reliquien. Diese war wordenen beim Einfall der Hunnen im 5. Jahrhundert versteckt, dann aber 1177 unter Bischof Gerhard wieder aufgefunden worden. Nachdem die Klosterkirche neu gebaut war, wurden die Reliquien am 15. März 1562 feierlich in diese neue Kirche übertragen und unter dem Hochaltar beigesetzt. Nach einem Umbau des Chores der Kirche wurden sie am 7. Oktober 1627 erneut niedergelegt.

Statue am Portal der Basilika Santa Giustina in Padua
Statue am Portal der Basilika Santa Giustina in Padua

Justinas Verehrung ist in Rimini in einer Inschrift aus dem 6./7. Jahrhundert bezeugt. Anfang des 6. Jahrhunderts wurde sie auch ins AmbrosianischeDie Ambrosianische Liturgie entstand im 8. Jahrhundert unter orientalischem Einfluss, sie wird auf Ambrosius von Mailand zurückgeführt, von dem wohl die meisten Texte auch stammen. Sie wird v. a. in der Kirchenprovinz Mailand und im Bistum Lugano benutzt. Karl Borromäus förderte diese Sonderform, im Mittelalter wurde aus ihr auch die Gleichwertigkeit des Mailänder Erzbistums gegenüber Rom abgeleitet. Messbuch aufgenommen. Bischof Agrippinus von Como weihte ihr 617 ein Oratorium. In Venedig wurde ihr die damalige Kirche Santa Giustina - heute das Gymnasium G.B. Benedetti, nur die Fassade ist erhalten - geweiht wurde. Ums 11. Jahrhundert wurde Justinas Leidensgeschichte verfasst.

Jacopo Tintoretto: Justina (links) und Franz von Paola</a> vor Jesus Christus, um 1580, Ex voto des Kommandanten der siegreichen Schlacht von Lepanto (vgl. Maria „Rosenkranzfest”), in der Kirche Santa Maria Zobenigo / del Giglio in Venedig
Jacopo Tintoretto: Justina (links) und Franz von Paola vor Jesus Christus, um 1580, Ex votoMit Ex voto (lateinisch: „aufgrund eines Gelübdes”) oder Votivtafel bezeichnet man Tafeln, die nach erfolgreicher Hilfe zur Erfüllung eines Gelübdes an den Ort der Gnade gebracht und dort ausgestellt werden, oft mit Darstellung der abgewendeten Notsituation. des Kommandanten der siegreichen Schlacht von Lepanto (vgl. Maria „Rosenkranzfest”), in der Kirche Santa Maria Zobenigo / del Giglio in Venedig

Die 1418 an ihrer Grabkirche in Padua gegründete benediktinische Reformkongregation Santa Giustina förderte Justinas Verehrung. Der Sieg der Christen in der Seeschlacht von Lepanto (italienisch für Nafpaktos in Griechenland) 1571 geschah an ihrem Gedenktag, was die Verehrung zusätzlich beflügelte.

Patronin von Padua und Venedig

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Die Basilika Santa Giustina in Padua ist werktags von 7.30 Uhr bis 12 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr, sonntags von 8 Uhr bis 12.15 Uhr und von 15 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.06.2021

Quellen:
• https://it.wikipedia.org/wiki/Giustina_di_Padova
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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