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Ökumenisches Heiligenlexikon

Quinidius von Vaison

auch: Quindius, Quinidus, Quindinus, Clinidius, Cinidius
französischer Namen: Quenin, Queniez, Quineze

Gedenktag katholisch: 15. Februar

Name bedeutet: der Fünfte (latein.)

Mönch, Bischof von Vaison
* in Vaison, heute Vaison-la-Romaine in Frankreich
† 15. Februar 575 (?) daselbst


Quinidius auf einem Ex-voto in der Alten Kathedrale in Vaison-la-Romaine
Quinidius auf einem Ex votoMit Ex voto (lateinisch: „aufgrund eines Gelübdes”) oder Votivtafel bezeichnet man Tafeln, die nach erfolgreicher Hilfe zur Erfüllung eines Gelübdes an den Ort der Gnade gebracht und dort ausgestellt werden, oft mit Darstellung der abgewendeten Notsituation. in der Alten Kathedrale in Vaison-la-Romaine

Quinidius war der Sohn angesehener und frommer Eltern. Als seine mit Quinidius schwanger war, unternahm sie eine Wallfahrt zum Grab von Trophimus in Arles; dort erschien ihr ein Engel, der ihr weissagte, dass ihr Sohn viele Menschen zur Seligkeit führen werde. Vermutlich wurde Quinidius im Kloster auf der Lérins-Insel St-Honorat ausgebildet und dort Mönch. Eine Zeit lang lebte er als Einsiedler in Camps/Comps - heute ein Ortsteil von Grospierres im Département Ardèche. In seine Heimatstadt zurückgekehrt, wurde er zum Priester geweiht; Bischof == Theodosius ernannte ihn dann zum Archidiakon. Als solcher unterschrieb er 552 im Namen seines Bischofes die Beschlüsse der 5. SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Arles; kurz darauf wurde er mit Zustimmung von König Childebert I. Koadjutor des greisen Theodosius mit dem Recht der Nachfolge. Nach dessen Tod 556 übernahm Quinidius den Bischofstitel als 15. in der Liste der Bischöfe der Stadt und ließ Kirchen und Hospize bauen. 558 und 573 nahm er an den Synoden in Paris teil.

Statue in der Alten Kathedrale in Vaison-la-Romaine
Statue in der Alten Kathedrale in Vaison-la-Romaine

Die Legende erzählt, dass Quinidius bald nach seiner endgültigen Amtsübernahme Besuch erhielt von Mummulus, dem Grafen von Auxerre, der wohl im Auftrage des Königs kam. Den kühlen Empfang durch den Bischof empfand er als Beleidigung, deshalb beschimpfte und verhöhnte er ihn. Kurz darauf erkrankte er schwer, erkannte darin Gottes Gericht und bat den Bischof um Verzeihung; Mummulus wurde gesund und gab Quinidius viel Geld für seine Aufgaben.

An Quinidius' Sarkophag in der Alten Kathedrale in Vaison-la-Romaineereigneten sich bald schon zahlreiche Wunder. Deshalb kamen Benediktiner nach Vaison und errichteten eine Abtei an der Stelle der heutigen Kapelle St-Quenin. Beim Einfall der Sarazenen brachten sie den Kopf ins Kloster nach Mauriac in der Auvergne, der Rest der Reliquien wurde versteckt und so gerettet.

Kanonisation: Quinidius wurde durch Papst Innzenz III. 1205 heiliggesprochen.

Die Alte Kathedrale und die Kapelle St-Quenin in Vaison-la-Romaine sind von Juni bis September von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr, sonst von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. (2014)

Reliquiar und Ex-votos in der Alten Kathedrale in Vaison-la-Romaine
Reliquiar und Ex-votos in der Alten Kathedrale in Vaison-la-Romaine




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.09.2015

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• Infotafeln in der Alten Kathedrale in Vaison-la-Romaine

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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