Ökumenisches Heiligenlexikon

Rimbert von Bremen-Hamburg

auch: Rembert, Reinbert, Rumbert, Rambert, Rembart

Gedenktag katholisch: 11. Juni
nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum Hamburg und im Bistum Osnabrück: 4. Februar
in Bremen: Erhebung und Übertragung der Gebeine: 4. Februar
Kommemoration und Tag seiner Bischofswahl: 4. Februar

Name bedeutet: der glänzende Ratgeber (althochdt.)

Erzbischof von Bremen-Hamburg, Mönch
* um 830 in Flandern in Belgien
11. Juni 888 in Bremen


Rimbert, Sohn eines Adelsgeschlechtes, wurde im Kloster in Turholt - dem heutigen Torhout - bei Brügge erzogen als Schüler von Ansgar. Mit ihm war er ab 852 als Missionar in Schweden tätig, wo er dann nach mancher Überlieferung die Missionsstation Sigtuna leitete 1. Nach Ansgars Tod wurde Rimbert 862 zum Erzbischof von Bremen-Hamburg gewählt, obwohl er erst die Diakonenweihe hatte; Ludwig II. der Deutsche setzte ihn in das Amt ein, Erzbischof Liutbert von Mainz weihte ihn zum Bischof. In Corvey legte er dann seine Profess als Benediktinermönch ab, im Dezember 865 erhielt er von Papst Nikolaus I. das Pallium.

Weithin erfolglos versuchte Rimbert von 866 bis 876, die Missionierung in Dänemark und Schweden weiterzuführen und Papst Hadrian II. ernannte ihn 872 zum apostolischen Nuntius bei den nordischen Völkern, aber die Normannen zerstörten ab 880 immer wieder das Geschaffene; Rimbert setzte sich nun für die von Normannen gefangenen Christen ein. 884 war er in Friesland, als die Normannen auch dort eindrangen; um sie zu bekämpfen, organisierte er eine Armee. 868 nahm er an der SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Worms teil, die sich mit der Spaltung in Ost- und Wesstkirche befasste, im Januar 873 an der Reichstagssitzung in Frankfurt am Main; zur Synode in Köln 887 sandte er einen Vertreter. Durch seine Kontakte zum König konnte er sein Erzbistum wirtschaftlich festigen. Über seinen Lehrer und Vorgänger Ansgar verfasste er zwischen 865 und 876 eine Lebensbeschreibung mit großem Wert für die Frühgeschichte des Bistums und der Skandinavienmission im 9. Jahrhundert. 875 zwangen Erschöpfung und Arthritis Rimbert zu der Bitte, einen Koadjutor ernennen zu dürfen. Zwei Tage vor seinem Tod erhielt er von König Arnulf von Kärnten das Münzrecht für Bremen.

Rimbert wurde an der Außenmauer des Bremer Domes neben Willehad von Bremen bestattet. Seine Lebensgeschichte verfasste um 900 ein Mönchs aus Corvey, sie enthält viel Legendäres.

1 Ausgrabungen weisen darauf hin, dass Sigtuna erst um 980 von König Erik Segersäll dem Sieger gegründet und um 1050 Bischofssitz wurde.

Catholic Encyclopedia

  Schriften von Rimbert und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 14.06.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken (Hg.): Heilige in Nordeuropa. Paderborn 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/56820
• https://de.wikipedia.org/wiki/Sigtuna

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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