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Ökumenisches Heiligenlexikon

Sabina von Mailand

auch: von Lodi

Gedenktag katholisch: 30. Januar

Name bedeutet: aus dem Stamm der Sabiner stammend (latein.)

Witwe, Wohltäterin
* um 264 in Mailand in Italien
um 311 in Mailand in Italien


Sabina, Tochter der adeligen Familie Valerius, heiratete einen Mann aus der vornehmen Familie der Tresseni in Laus Pompeia - dem heutigen Lodi Vecchio bei Lodi 1. Nachdem sie verwitwet war, besuchte sie die in der Zeit der Verfolgungen unter Kaiser Maximian in Gefängnissen einsitzenden Christen, um ihnen Hilfe zu bringen und Trost zu spenden, zudem bestattete sie die Getöteten, darunter 304 in ihrem eigenen Haus Felix und Nabor. Nach dem Ende der Verfolgungen brachte sie deren Gebeine von Laus Pompeia nach Mailand, wo sie am 18. Mai 310 ankamen und in der Kappelle der Familie Valerius niedergelegt wurden - an der Stelle der später dort errichteten Kirche San Nabore, die ab 1256 als Kirche San Francesco Grande erneuert und 1806 abgerissen wurde. Der Überlieferung zufolge waren die Reliquien in einem Fass verborgen und Sabina täuschte unterwegs die kontrollierenden Soldaten indem sie angab, dass Honig in dem Fass sei, was diese beim Blick in das Fass bestätigt fanden; der Ort dieser Kontrolle heißt deshalb heute Melegnano. Sabina lebte dann mit Beten, Fasten und Nachtwachen bei den Gräbern der Märtyrer Felix und Nabor im Friedhof des Cajus Mailand, wo sie auch starb.

Sabinas Gebeine in der Basilika Sant' Ambrogio in Mailand
Sabinas Gebeine in der Basilika Sant' Ambrogio in Mailand

Sabina wurde in der Nabor-Kirche in Mailand bestattet, dort wurden ihre Gebeine 1571 durch Erzbischof Karl Borromäus unversehrt aufgefunden. 1798 wurden die Reliquien von Felix und Nabor und die von Sabina in die Basilika Sant' Ambrogio in Mailand überführt, wo Sabina eine eigene Kapelle geweiht ist.

1 Nachdem Laus Pompeia mehrfach von Mailänder Truppen zerstört worden war, wurde die Stadt 1158 in 7 Kilometer Entfernung neu gegründet, das heutige Lodi.

Die Kirche Sant'Ambrogio in Mailand ist werktäglich von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 19 Uhr, sonntags von 8 Uhr bis 13 Uhr und von 15 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Die Schatzkammer ist täglich von 9.30 Uhr bis 11.45 Uhr und von 14.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 2 €. (2021)





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 17.10.2021

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• http://www.santiebeati.it/dettaglio/91964

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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