Simeon Franziskus Berneux und Gefährten
französischer Name: Siméon-François
Gedenktag katholisch: 20. September
Todestag: 7. März
in Bordeaux für Bernhard Ludwig Beaulieu: 21. Mai
Name bedeutet: S: Er (Gott) erhört (hebr.)
F: der Franke (latein.)
Simeon Franziskus Berneux fühlte sich schon im Alter von zehn Jahren zum Priesteramt berufen. 1831 trat er in Le Mans ins
Priesterseminar ein, 1837 wurde er zum Priester
geweiht und arbeitete dann als Professor und Spiritual am Priesterseminar von Le Mans. 1839 trat er der Pariser
Gesellschaft für Auslandsmissionen
bei, im Januar
1840 brach er auf nach Asien. Er kam zunächst nach Manila
auf den Philippinen und im Januar 1841 nach Tonkin in Vietnam. Am
Karsamstag 1841 wurde er während einer Christenverfolgungen
verhaftet und nach Huế ins Gefängnis gebracht;
er sollte vom Glauben abschwören und wurde, weil er das verweigerte, im Oktober 1842 zum Tod verurteilt. Einem französischen
Beamten gelang aber im März 1843, seine Freilassung zu erwirken. Berneux wurde in die
Mandschurei nach China geschickt, wo er seine Missionarsarbeit
zehn Jahre lang - zeitweise auch in Singapur, der
heutigen Republik bei Malaysia, oder in Macau -
fortsetzte. 1854 wurde er von Papst Pius IX. zum Apostolischen Vikar von Korea und
zum Titularbischof von Capsa - dem heutigen Gafsa
in Tunesien - ernannt.
Anfang 1856 kam Berneux mit einigen anderen Missionaren in Korea an, erlernte die Sprache, besuchte Christen in ländlichen
Gebieten und das 1855 eröffnete Priesterseminar
in Paeron bei Jecheon, das er 1859 in St-Josephs-Seminar
umbenannte und in dem er eine Druckerei eröffnete. 1864 führte
ein Putsch in Korea zum Wiederaufleben eines antiwestlichen und antichristlichen Nationalismus und zur offiziellen Verfolgung
der Kirche. Bischof Berneux wurde am 23. Februar 1866 verhaftet, nach Seoul überstellt ins Militärlager
Saenamteo - an dessen Stelle heute das Museum
der koreanischen Märtyrer steht -, dort verhört und gefoltert, schließlich enthauptet.
Die Gebeine von Simeon Franziskus Berneux ruhen heute in der Kathedrale in Seoul. Eine Reliquie wurde 2001 nach Berlin in die Kirche St. Afra gebracht.
Mit Simeon Franziskus Berneux starben:
• Simon-Maria Justus Ranfer de Bretenières (französischer Name: Simon-Marie-Just), * am 28. Februar 1838 in
Châlon-sur-Saône als Sohn einer Adelsfamilie. Nach
dem Abitur trat er 1859 ins damalige Priesterseminar
Saint-Sulpicee - heute ein Finanzamt - in Paris ein und 1861 ins Seminar der
Gesellschaft für Auslandsmissionen
. Nach der
Priesterweihe 1864 wurde er nach Korea ausgesandt; im Mai 1865 konnte er sich endlich heimlich ins Land schleichen, um als
Mitarbeiter von Bischof Berneux mit der Seelsorge für die Christen zu beginnen. Am 26. Februar 1866 wurde auch er verhaftet und
erlitt dann dasselbse Schicksal wie sein Bischof.
• Bernhard Ludwig Beaulieu (französischer Name: französischer Name: Bernard-Louis), * 8. Oktober 1840 in
Langon bei Bordeaux. Sein Vater starb, als er
noch sehr jung war. Im Alter von 17 Jahren trat er ins damalige
Priesterseminar in Bordeaux ein. Aus
gesundheitlichen Gründen dauerte sein Studium etwas länger. 1863 trat er der Pariser
Gesellschaft für Auslandsmissionen
bei, 1864
wurde er zum Priester geweiht und dann nach Korea ausgesandt, wo er mit Bischof Berneux arbeitete und wie dieser starb.
• Petrus Heinrich Dorie (französischer Name: Pierre-Henri), * 23. September 1839 in
Port de la Guittière - einem Ortsteil von
Talmont-Saint-Hilaire - bei La Roche-sur-Yon. Er studierte am damaligen
Priesterseminar in Luçon und wurde 1864 zum
Priester geweiht. Er wurde dann Mitglied der Pariser
Gesellschaft für Auslandsmissionen
und nach
Korea ausgesandt, wo er auch mit Bischof Berneux arbeitete und wie dieser starb.
In Port de la Guittière ist das Geburtshaus von Petrus Heinrich Dorie erhalten und Museum, das besichtigt werden kann.
Kanonisation:
Simeon Franziskus Berneux und seine Gefährten wurden am 6. Oktober 1968 durch Papst
Paul VI. zusammen mit 20 weiteren Märtyrern in Korea seliggesprochen und am
6. Mai 1984 von Papst Johannes Paul II.
bei der ersten Feier zur Kanonisation, die nicht in Rom
stattfand, zusammen mit 75 weiteren Märtyrern in Korea in
Seoul heiliggesprochen.
Ein Besuch im
Geburtshaus von Petrus Heinrich Dorie in
Port de la Guittière muss zuvor unter der Telefon-Nr. 02 51 20 77 39 vereinbart werden. (2025)
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 12.05.2026
Quellen:
• https://catholicsaints.info/saint-simeon-francois-berneux - abgerufen am 15.03.2025
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Sim%C3%A9on-Fran%C3%A7ois_Berneux - abgerufen am 15.03.2025
• https://baeron.or.kr/treasure/seminary - abgerufen am 15.03.2025
• https://catholicsaints.info/saint-simon-marie-just-ranfer-de-bretenieres - abgerufen am 15.03.2025
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Just_de_Breteni%C3%A8res - abgerufen am 15.03.2025
• https://catholicsaints.info/saint-bernard-louis-beaulieu - abgerufen am 15.03.2025
• https://pop.culture.gouv.fr/notice/merimee/PA33000236 - abgerufen am 15.03.2025
• https://catholicsaints.info/saint-pierre-henri-dorie - abgerufen am 15.03.2025
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Henri_Dorie - abgerufen am 15.03.2025
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.