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Ökumenisches Heiligenlexikon

Sixt Karl Kapff

Gedenktag evangelisch: 1. September

Name bedeutet: der Glatte (griech. - latein.)
oder:
der Tüchtige (althochdt.)

Prälat
* 22. Oktober 1805 in Güglingen bei Heilbronn in Baden-Württemberg
† 1. September 1879 in Stuttgart in Baden-Württemberg


Pfarrhaus</a> in Güglingen
Pfarrhaus in Güglingen

Sixt Karl Kapff war Sohn eines Pfarrers und einer aus der französischen Schweiz stammenden Mutter. Seine Ausbildung erhielt er am Seminar in Blaubeuren und ab 1823 beim Theologiestudium am Stift in Tübingen. Für kurze Zeit war er Vikar bei seinem Vater, der inzwischen Dekan in Tuttlingen war, dann wurde er Lehrer in Hofwil bei Bern in der Schweiz, schließlich 1830 Studienleiter am Stift in Tübingen.

Stadtkirche in Tuttlingen, 1815 bis 1817 neu gebaut, wo Kapff bei seinem Vater Vikar war
Stadtkirche in Tuttlingen, 1815 bis 1817 neu gebaut, wo Kapff bei seinem Vater Vikar war

1832 wurde Sixt Karl Kapff Pfarrer der Brüdergemeinde in Korntal bei Stuttgart, die 1819 als Gemeinde außerhalb der Evangelischen Landeskirche gegründet worden war, um die erweckten Menschen des Pietismus von einer Auswanderung nach Palästina abzuhalten, wo sie an heiligem Ort das in naher Zeit erwartete Kommen Christi abwarten wollten. Kapff schien dem Vorsteher der Gemeinde von Korntal der richtige Pfarrer für die Menschen mit ihrer besonders geprägten Frömmigkeit. Ihre Unterscheidung einer ersten Auferstehung, die sofort nach dem Tod erfolge, aber nur den besonders Rechtgläubigen vorbehalten sei, zum Unterschied von einer zweiten Auferstehung, die allen Christen gelte, aber erst am jüngsten Tag, war auch für Kapff anfangs schwierig. Kurz nach seinem Amtsantritt heiratete er. Zu seinen Predigten kamen Leute von weither, die Gemeinde erblühte.

1843 wurde Kapff Dekan in Münsingen, 1847 in Herrenberg, 1849 Mitglied der Ständeversammlung in Stuttgart, die nach der Bewegung von 1848 eine neue Verfassung für das Königreich Württemberg ausarbeiten sollte. 1850 wurde er Prälat in Reutlingen und damit Mitglied der Kirchenleitung. 1852 wurden ihm die Verwaltungsgeschäfte seines Amtes abgenommen und er statt dessen zum Prediger an der Stiftskirche in Stuttgart bestellt. Fast dreitausend Menschen kamen, um seine Sonntagspredigten zu hören. Als Brückenbauer auf dem Weg zum Glauben hat er sich selbst bezeichnet. Seine Verkündigung gab den Anstoß zur 1866 erfolgten Gründung des Paulinenhospitals in Stuttgart. Nach kurzer Krankheit starb er überraschend.

  Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Paulinenhospital in Stuttgart vor 1960
Paulinenhospital in Stuttgart vor 1960




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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 06.09.2018

Quellen:

• http://www.diakonie-klinik.de/ueber-uns/geschichte.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.