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Ökumenisches Heiligenlexikon

Theodor Noa

Gedenktag evangelisch: 14. März

Name bedeutet: Gottes Geschenk (griech.)

Pfarrer, Märtyrer
* 10. Mai 1891 Görlsdorf in der Uckermark in Brandenburg
† 1937/38 in Berlin


Theodor Noa, Sohn eines Pfarrers, studierte Theologie in Leipzig, Bethel bei Bielefeld und Halle und war dann als Kriegsfreiwilliger Soldat im 1. Weltkrieg. Als Lehrvikar in Bielefeld setzte er sich in seiner Examensarbeit mit dem Verhältnis von Christentum und Sozialismus auseinander. Bis 1927 wirkte er als Jugendpfarrer in Hagen, danach als Gemeindepfarrer in Siegen. Als Vorsitzender der Schülerbibelkreise in Westfalen baute er die Schullandheime Berchum bei Hagen und Beienbach bei Siegen mit auf. In der Endphase der Weimarer Republik unterstützte Noa den christlichen Volksdienst, der im Sinne von Adolf Stöcker eine autoritäre Staatsvorstellung mit christlichen und sozialen Elementen vertrat. Im Wahlkampf zur Reichstagswahl 1932 wurde Noa deshalb von den Nationalsozialisten bekämpft und als jüdischer Mischling 2. Grades diffamiert. Nach 1933 wurde Noa Mitglied des Pfarrernotbundes und der Bekennenden Kirche.

Ende 1937 verschwand Noa; ungeklärt blieb, ob er von Nazis ermordet wurde oder ob er unter dem Druck der Nachstellungen des Regimes sich selbst das Leben nahm. Erst am 14. März 1938 fand man seine Leiche in einem Berliner Kanal.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 26.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen: