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Ökumenisches Heiligenlexikon

Theodora und Didymus von Alexandria

für Didymus ägyptischer Name: Daptumias

Gedenktag katholisch: 28. April

Gedenktag orthodox: 11. September 5. April, 27. Mai

Gedenktag armenisch: 28. Mai

Name bedeutet: T: Gottes Geschenk (griech.)
D: der Zwilling (griech.)

Büßerin / Mönch / Märtyrer
* in Alexandria in Ägypten
† 304 (?) daselbst


Theodora wurde der Legende nach während der Verfolgungen unter Kaiser Diokletian als Strafe für ihr Christsein zur Prostitution verurteilt. Der christliche Soldat Didymus verhalf ihr zur Flucht, indem er mit ihr die Kleider tauschte. Daraufhin wurde er verurteilt und getötet. In späteren Versionen der Legende starb auch Theodora selbst als Märtyrerin.

Der orthodoxen Überlieferung zufolge lebte Theodora zur Regierungszeit des oströmischen Kaisers Zenon - er war von 474 bis 491 im Amt - in Alexandria. Nachdem sie eines Tages ihren Mann Paphnutios mit einem anderen Mann betrogen hatte, war sie so von Gewissensbissen geplagt, dass sie nicht nach Hause zurückzukehrte, sondern ein Leben in Buße begann. Als Mann verkleidet und sich Theodor nennend trat sie in das rund 30 km südlich von Alexandria gelegene Männerkloster Oktodeka ein, weil dort ihr Mann sie nicht suchen werde. Nach zwei Jahren harter Arbeit und Buße beschuldigten missgünstige Mitbrüder sie, Unzucht mit einer Frau in einem nahe gelegenen Dorf begangen zu haben und stellten sogar ein Kind als Beweis vor. Theodora wollte ihre wahre Identität nicht preisgeben; sie wurde mit ihrem mutmaßlichen Kind für sieben Jahre lang aus dem Kloster verbannt. Erst bei ihrem Tod wurde ihre wahre Identität erkannt.

Ähnliche Geschichten erzählten == Eusebius von Emesa von Euphrosyne, ebenfalls aus Alexandria, Ambrosius von Mailand aus Antiochia - dem heutigen Antakya - und Palladius aus Korinth.

Georg Friedrich Händel verwendete den Stoff für sein gleichnamiges Oratorium.

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 19.11.2019

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 9. Herder, Freiburg im Breisgau 2000
• https://www.johnsanidopoulos.com/2015/09/saint-theodora-of-alexandria-who.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.