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Ökumenisches Heiligenlexikon

Theoktista von Lesbos

Gedenktag katholisch: 10. November

Gedenktag orthodox: 9. November

Name bedeutet: die von Gott Geschaffene (griech.)

Jungfrau, Einsiedlerin
* 828 in Methymna / Mithymna auf Lesbos in Griechenland
881


Theoktista wurde der Überlieferung zufolge schon in jungen Jahren Vollwaise und von Verwandten deshalb zur Erziehung in ein Kloster geschickt. Nachdem 846 Araber die Stadt eingenommen hatten 1, wurde Theoktista während des Besuchs bei ihrer Schwester in einem nahen Dorf zusammen mit allen Einwohnern gefangen genommen, auf ein Schiff geladen und auf die Insel Paros gebracht; dort sollten alle auf dem Sklavenmarkt verkauft wurden. Theoktista konnte fliehen und lebte dann 35 Jahre als Einsiedlerin auf der Insel in einer alten, der Gottesgebärerin geweihten Kirche und ernährte sich nur von Sonnenblumenkernen. Als nach dieser Zeit ein Jäger auf die Insel kam, ging er in diese Kirche, um zu beten, und entdeckte in einer dunklen Ecke, nicht weit vom Altar und hinter dicken Spinnweben etwas, das wie eine menschliche Gestalt aussah. Er ging näher und hörte eine Stimme, die ihm befahl, nicht näher zu kommen, da sie eine nackte Frau sei. Nachdem er ihr sein Gewand gegeben hatte, kam eine grauhaarige Frau mit geschwärztem Gesicht und abgemagert wie ein Schatten hervor und erzählte ihm von ihrem Leben, das sie Gott gewidmet hatte. Sie erbat die EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23., auf die sie hatte die ganze Zeit verzichten müssen. Nach einem Jahr kam der Jäger wieder mit Brot und Wein, gab ihr die heiligen Gaben und fand sie am Tag danach tot in ihrer Kirche liegen, wo er sie begrub.

Bei der Bestattung schnitt der Jäger Theoktistas Hand ab, um sie als Reliquie mitzunehmen. Die ganze Nacht segelte das Schiff dann auf stürmischem Meer, um am Morgen wieder genau am Ausgangsort anzukommen. So merkte er, dass es gegen Gottes Willen war, die Reliquie zu nehmen und legte die Hand wieder zum Leichnam. Als der Jäger seinen Gefährten alles erzählte, beschlossen diese, sofort nach Paros zurückzukehren, um am Grab Theoktista zu verehren, aber sie konnten ihren heiligen Körper nicht mehr im Grab finden.

Der Jäger erzählte die Geschichte von Theoktista dreißig Jahre später einem Einsiedler namens Symeon, der sie wiederum Niketas Magistros erzählte, der um 920 die Lebensgeschichte verfasste, angelehnt an jene der Maria von Ägypten. Die Vita wurde dann von Simeon Metaphrastes leicht überarbeitet.

1 Tatsächlich erfolgte die Besetzung von Mithymna 840 durch aus Kreta gekommene Araber; sie versklavten die Bevölkerung.

Patronin von Paros





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.01.2019

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://oca.org/saints/lives/2009/11/09/103261-venerable-theoctiste-of-the-isle-of-lesbos

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.