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Ökumenisches Heiligenlexikon

Ursicinus der Einsiedler

auch: Ursanne

Gedenktag katholisch: 20. Dezember
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Basel: 24. Juli

Name bedeutet: der Bär (latein.)

Einsiedler
* um 552 in Irland (?)
† 20. Dezember 620 (?) beim heutigen St-Ursanne / St. Ursitz im Kanton Jura in der Schweiz


dieselbe Ansicht im Jahr 2013
dieselbe Ansicht im Jahr 2013

Ursicinus aus fränkischem Adel wurde Mönch in Luxeuil - dem heutigen Luxeuil-les-Bains - und zog von dort als Glaubensbote in die Schweiz. Die Überlieferung berichtet, er sei Gefährte von Kolumban dem Jüngeren und Gallus gewesen und habe zunächst am Bielersee missioniert. Um 615 ließ er sich dann in einer Einsiedelei oberhalb des heute nach ihm benannten St-Ursanne in einer Höhle nieder, wo ihn ein Bär regelmäßig mit Kräutern und Wurzeln versorgt hat. Ursicinus' Wunder zogen eine Schar von Jüngern an, die auch nach seinem Tod für die Verbreitung des Glaubens eintraten.

Ursicinus Gefährten sammelten sich an seinem Grab, Wandregisil gründete ein Kloster, das 849 bezeugt ist und damals die Benediktinerregel befolgte. Historisch erwiesen ist, dass Ursicinus um 590 - 610 die Täler des Jura durchquert hat. Archäologisch nachgewiesen sind am Ort des Klosters Särge aus dem 7. Jahrhundert, die - wegen des Glaubens an die Auferstehung - nach Osten ausgerichtet waren.

Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert ein Chorherrenstift, nach Ursicinus St-Ursanne/St. Ursitz genannt. Das Kloster wurde in der Säkularisation 1803 aufgelöst, die Kirche wurde Pfarrkirche. Ursicinus' Grab war ursprünglich in der Krypta der Klosterkirche, 1323 wurde der Sarg in die Kirche übertragen. Neben der Höhle des Ursicinus oberhalb der Stadt steht eine Kapelle Ausstattung aus dem 17./18. Jahrhundert.

Altar und Grab in der Klosterkirche in St-Ursanne
Altar und Grab in der Klosterkirche in St-Ursanne

Patron von Solothurn, Basel, Biel / Bienne und Porrentruy

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.09.2015
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Magdalena Kummer-Vsetecka, E-Mail vom 3. Juni 2007