Ökumenisches Heiligenlexikon

Victorinus von Amiternum

italienischer Name: Vittorino

Gedenktag katholisch: 24. Juli
5. September

Name bedeutet: der Sieger (latein.)

erster Bischof von Amiternum (?), Märtyrer
um 500 oder 96 in den Aquae Cutiliae bei Rieti in Italien


Victorinus war der der Überlieferung zufolge der erste Bischof von Amiternum. Er starb, indem er kopfüber in eine der schwefelhaltigen Quellen in den Aquae Cutiliae - auch Terme di Vespasiano genannt - im heutigen Castel San Angelo bei Rieti gesteckt wurde; drei Tage lang litt er, bis er daran erstickte.

Victorinus wurde in Amiternum in der - heute in Ruinen liegenden - Kathedrale bestattet. Nahe den Aquae Cutiliae wurde ihm eine - heute verfallende - Kirche geweiht. Nach der Verlegung des Bistums nach Rieti um 825 kamen seine Gebeine dorthin, dann wurden sie von Kaiser Otto I. nach Magdeburg übertragen; von dort kamen Teile nach Praha / Prag und nach Litomyšl.

In der Krypta der ehemaligen Kathedrale von Amiternum konnte Victorinus' Verehrung archäologisch nachgewiesen werden. Auf einer Verwechslung mit Victorinus, dem Bruder von Severinus von Septempeda, beruht die Nachricht, Victorinus von Amiternum sei Severinus' Bruder gewesen. Die Notiz, Victorinus sei zusammen mit 83 Gefährten gestorben, beruht auf der Fehlinterpretation der Angabe, dass Amiternum 83 Meilen (milia) von Rom entfernt ist, was als 83 Märtyrer (martyris) gelesen wurde. Im Martyrologium Romanum von 2001/2004 wird Victorinus nur noch as Märtyrer, nicht mehr als Bischof verzeichnet.

Die Überlieferung über Victorinus vermischt sich mit der von Victorinus.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 21.11.2022

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• http://www.katolsk.no/biografier/historisk/vamiterm - abgerufen am 21.11.2022
• https://it.wikipedia.org/wiki/Vittorino_di_Amiterno - abgerufen am 21.11.2022

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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