Ökumenisches Heiligenlexikon

William Passavant

Gedenktag evangelisch: 24. November

Name bedeutet: Wille und Schutz (althochdt.)

Pastor
* 9. Oktober 1821 in Zelienople in Pennsylvania in den USA
3. Juni 1894 in Pittsburgh in Pennsylvania in den USA


William Passavant
William Passavant

William Alfred Passavant war der dritte und jüngste Sohn von Phillipe Louis Passavant - dessen Vorfahren Hugenotten waren, die nach der Aufhebung des Edikts 1685, das den Protestanten Religionsfreiheit gewährt hatte, aus Franreich geflohen waren - und der Fredericka Wilhelmina geb. Basse - einer Tochter des Barons Dettmar Basse, der als Diplomat und Kaufmann in Paris wirkte, dann aber 1801 vor den Napoleonischen Kriegen floh und nach Pittsburgh auswanderte, wo er sich ein Schloss baute und eine neue Stadt mit Sägewerk, Ziegelei und Eisenofen gründete. William Passavant besuchte das Jefferson College, das damals in Canonsburg bei Washington in Pennsylvania beheimatet war und dann das Lutherische Seminar in Gettysburg, nebenbei arbeitete er in der Sonntagsschule und in der Bibelgesellschaft und nahm an Erweckungsversammlungen teil, Nach Abschluss der Studien kam er nach Baltimore in Maryland, eröffnete einen Verlag und wurde 1843 als Pastor ordiniert. 1846 nahm er am Kongress der Christlichen Allianz in London teil und reiste dann durch England, Frankreich und Deutschland. Dort lernte er in Kaiserswerth Theodor Fliedner und sein Diakonissenwerk kennen, das dieser auf vormaligen Gütern von Williams Großvater eröffnet hatte. 1849 kamen dann vier deutsche Diakonissen nach Pittsburgh, um auf der Krankenstation zu arbeiten.

William Passavant kümmerte sich nun zunehmend um soziale Probleme, auch der Sklaverei, und gründete und verwaltete eine Vielzahl diakonischer Institutionen, wobei er die Arbeit der katholischen Vinzentinerinnen oder das Wirken von Elizabeth Fry in England zum Vorbild nahm. 1858 wurde er Pastor der Lutheranischen Kirche in Baden in Pennsylvania, reiste durch die USA und ins Ausland, publizierte und korrespondierte. 1863 gründete er ein Waisenhaus für Mädchen in Rochester, nachdem er schon 1854 ein solches in Zelienople mit einem kleinen Erbe nach dem Tod seiner Schwester Victoria gegründet hatte. Seine Diakonissen arbeiteten auch mit weiblichen Gefangenen in Pittsburgh. Passavant gründete Missionen sowie Krankenhäuser in Pittsburgh, Milwaukee und Chicago, Häuser für Epileptiker und ein Altenheim in Mount Vernon in New York. Ab 1866 war er beteiligt an der Gründung des Thiel Colleges in Greenville in Pennsylvania und dann auch an der des lutherischen theologischen Seminars in Chicago. 1879 verließ er die Pfarrstelle in Baden und wirkte publizistisch.

William Passavant wurde auf dem Friedhof der Lutherischen Kirche in Zelienople begraben. Dort ist sein Geburtshaus heute das Heimatmuseum.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.10.2020

Quellen:
• https://en.wikipedia.org/wiki/William_Passavant

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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