Ökumenisches Heiligenlexikon

Paisios von Hilandar

bulgarischer Name: Paisii Hilendarski - Паисий_Хилендарски
Taufname: Penko oder Petar - Пенко oder Петър

Gedenktag orthodox: 19. Juni

Name bedeutet: der Spielerische (griech.)

Mönch, Priester
* 1722 bei Samokow in Bulgarien
1773 in Ambellino, heute St. Georg, Stadtteil von Asenovgrad (?) in Bulgarien


Denkmal vor der nach Paisios benannten Grundschule in Silistra
Denkmal vor der nach Paisios benannten Grundschule in Silistra Foto: TraceurEmil

Penko / Petar wurde Mönch mit dem Ordennamen Paisios, vermutlich im Kloster Rila. 1745 kam er ins damals serbische Kloster Hilandar auf dem Athos in Griechenland, in dem sein älterer Bruder Laurentius Abt war; die meisten Mönche dieses Klosters waren aber Bulgaren aus Mazedonien. Nach 1752 wurde Paisios dort zum Priester geweiht. Er unternahm mehrere Reisen durch Bulgarien, um Spenden für das Kloster zu sammeln. Ab 1760 begann er mit seinem Hauptwerk История славянобългарска, Slawische Bulgarische Geschichte, das er 1762 im Athos-Kloster Zográfou fertigstellte, nachdem er das Kloster Hilandar wegen Zwietracht mit den anderen Mönchen verlassen hatte. Während Reisen durch die bulgarischen Länder machte er sein historisches Werk übersetzt unter den Bulgaren bekannt.

Paisios wurde wohl in der Nikolaus-Kirche in Samokow bestattet; dort wurde ein Grab entdeckt mit einem ein Medaillon mit dem Namen Paisios gefunden; auch eine Notiz aus dem Kloster Hilandar bestätigt dies. Paisios' Slawisch-bulgarische Geschichte war weit verbreitet, wurde wesentlicher Anstoß der Entwicklung des bulgarischen Nationalbewusstseins und führte letztlich 1878 zur Befreiung Bulgariens von der Besatzung durch die Osmanen. Heute sind die Universität in Plovdiv sowie, ein Gymnasium und eine Straße in Sofia nach ihm benannt. 2008 wurde in Bansko ein ihm gewidmetes Museum eröffnet, seit 2024 ist er auf der bulgarischen 2-Euro-Münze zu abgebildet.

Kanonisation: Paisios von Hilandar wurde am 26. Juni 1962 von der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 18.02.2024

Quellen:
• https://bg.wikipedia.org/wiki/Паисий_Хилендарски - abgerufen am 18.02.2024
• https://www.katholisch.de/artikel/51116-erstmals-heilige-auf-regulaeren-euro-muenzen-von-eu-mitgliedsstaat - abgerufen am 18.02.2024

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.


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