Ökumenisches Heiligenlexikon

Wiltrud von Bergen

auch: Biltrud, Biletrudis
auch: Pia die Fromme

Gedenktag katholisch: 6. Januar

Name bedeutet: die Willensstarke (althochdt.)

Klostergründerin und erste Äbtissin in Bergen
6. Januar nach 995 in Bergen bei Neuburg an der Donau in Bayern


Wiltrud, Tochter eines bayerischen Adeligen oder des Herzog Giselbert von Lothringen, wurde 939 die Frau des bayrischen Herzogs Berthold. Nach dessen Tod im Jahr 947 wurde sie ihrer Güter beraubt, die sie erst 976 durch den deutschen Kaiser Otto II. dank der Fürsprache von dessen Mutter Theophanu zurückerhielt. Ihr Sohn Heinrich wurde nun Herzog von Bayern, Wiltrud gründete das Kloster der Benediktinerinnen in Bergen bei Neuburg an der Donau - an der Stelle, an der zuvor wohl eine von ihrem Mann angelegte Fliehburg stand, die im Kampf gegen die eingefallenen Ungarn schützen sollte - und wurde dort die erste Äbtissin. Die Klostergründung wurde 988 bestätigt, ab 995 stand es unter dem Schutz des Papstes.

Grabstein einer Äbtissin, in der Krypta der Kirche des ehemaligen Klosters in Bergen
Grabstein einer Äbtissin, in der Krypta der Kirche des ehemaligen Klosters in Bergen

Wiltruds Nichte Judith Gesela, Witwe des Herzogs Heinrich I. von Bayern, brachte von einer Wallfahrt ind Heilige Land zwei Partikel des heiligen Kreuzes Jesu mit und vermachte einen dem Kloster in Bergen, den anderen dem Stift Niedermünster in Regensburg. Ihrer Frömmigkeit verdankt Wiltrud den Beinamen Pia, die Fromme.

1542 wurde das Kloster in Bergen durch den protestantischen Pfalzgrafen Ottheinrich aufgehoben. Nach der Rekatholisierung übernahmen 1635 die Neuburger Jesuiten das Kloster und bauten die Wallfahrt zum Kreuzpartikel aus.

Attribute: abgelegte Krone, Taube





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 29.07.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.bistum-eichstaett.de/wallfahrt/bergen/heilig_kreuz.htm
• Wilhelm Kohl. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XIII, Herzberg 1998
• Christina Gremminger: Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz Bergen b. Neuburg / Donau. Hrsg. von der Katholischen Kirchenstiftung Bergen, 2. Aufl. Lenting 2016

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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