Ökumenisches Heiligenlexikon

Wolfsindis

Gedenktag katholisch: 2. September

Name bedeutet: Wolf und Weg (althochdt.)

Märtyrerin
* auf Schloss Warth, heute ein Ortsteil von Marklkofen bei Dingolfing in Bayern
750 im 8. Jahrhundert (?) in Reisbach bei Dingolfing in Bayern


Wolfsindis' Martyrium, Bild in der Kapelle in Reisbach
Wolfsindis' Martyrium, Bild in der Kapelle in Reisbach

Wolfsindis wurde nach der Überlieferung von ihrem Vater, dem heidnischen Gaugrafen auf Schloss Warth, getötet. Weil sie sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, habe er seine Tochter mit einem Pferde zu Tode geschleift. Nach anderer Überlieferung wurde sie von einem abgewiesenen heidnischen Anführer eines Kriegsheeres in derselben Weise umgebracht. In beiden Fällen wird berichtet, dass an der Stelle ihres Martyriums bei Reisbach eine Quelle entsprungen sei.

Zum ersten Mal wird eine Wolfsindis erwähnt im Jahr 739 in einem Totenkalender des Klosters Wessobrunn, das ihre Verehrung förderte. In Reisbach ließ Bischof Rupert von Salzburg eine Kirche errichten über ihrem Grab an Stelle der heutigen Pfarrkirche, in der 799 die erste MetropolitansynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. Bayerns stattfand. Die Verehrung als Heilige und Märtyrerin ist erstmals im 12. Jahrhundert belegt. Im 18. Jahrhundert blühte der Kult erneut auf, das Verbot einer Wallfahrt hatte keine Wirkung; erst im 19. Jahrhundert wurde ihre Legende aufgezeichnet. Die angeblichen Gebeine von Wolfsindis, ursprünglich in der Pfarrkirche in Reisbach aufbewahrt, sollen in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verloren gegangen sein.

Über dem als heilkräftig geltende Fieberbrünnl in Reisbach wurde 1816 eine Kapelle erbaut und 1822 durch Weihbischof Streber geweiht. Seitdem findet jedes Jahr am ersten Sonntag im September zieht eine Prozession zur Kapelle und findet dort ein feierlicher Gottesdienst statt.

Attribute: Krone, Wasserkrug, Fläschchen
Patronin gegen Augenleiden, bei Krankheiten allgemein

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 09.08.2020

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 10. Herder, Freiburg im Breisgau 2001
• Kath. Pfarramt Reisbach: Infoblatt Die hl. Wolfsindis von Reisbach, 2010

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/1175439177 und http://d-nb.info/969828497 abrufbar.








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