Ökumenisches Heiligenlexikon

Ijob in Şanlıurfa


Von Ijob wird auch im Koran erzählt, dort wird er als Prophet dargestellt. In Sure 21, 83f werden die Propheten aufgezählt, darin heißt es: Und (weiter) Hiob. (Damals) als er seinen Herrn anrief (mit den Worten): Not (und Unheil) ist über mich gekommen. (Erbarme dich meiner!) Niemand ist so barmherzig wie du. Da erhörten wir ihn und behoben die Not, in der er sich befand (und das Unheil, das über ihn gekommen war). Und wir gaben ihm seine Familie (wieder) und noch einmal so viel dazu, aus Barmherzigkeit von uns und als eine Mahnung für diejenigen, die (uns) dienen.

Eingang zu Ijobs Höhle im Stadtteil Eyyüp Nebi in Şanlıurfa
Eingang zu Ijobs Höhle im Stadtteil Eyyüp Nebi in Şanlıurfa

Muslimischer Überlieferung zufolge lebte Ijob - genau wie in denr Schilderung der Bibel - mit seiner Frau und seinen Kindern als wohlhabender Mann. Er besaß viel Vieh und hatte zahlreiche Knechte und Mägde. Dann verlor er zuerst seinen ganzen Besitz, dann alle seine Angehörigen und zuletzt sogar seine Gesundheit, deshalb gilt er als Symbol der Prüfung eines Menschen. Während seine Gegner darin einen Beweis für seine Sünde und Lügenhaftigkeit zu sehen glaubten, beschwor Ijob seine Treue zu Gott. Aufgrund seiner großen Gottesehrfurcht und seiner trotz Allem unaufhörlichen Dankbarkeit, wurde er nach siebenjähriger Krankheit erlöst und erhielt das Mehrfache seines früheren Besitzes, dazu auch wieder viele Kinder.

Die Höhle, in der Ijob sieben lange Jahre litt, befindet sich in Şanlıurfa im Stadtteil Eyyüp Nebi. Daneben ist die Quelle, in deren heiligem Wasser er badete und so geheilt wurde. Der christliche Bischof Nonnus von Edessa und Heliopolis habe im Jahr 460 festgestellt, dass Leprakranke geheilt werden, wenn sie sich in diesem Wasser waschen; damals wurde eine Heilanstalt für Aussätzige westlich des Brunnens errichtet.

Das als heilkräftig geltende Wasser des Brunnens wird heute an eine Ausgabestelle gepumpt, an der die Gläubigen es zapfen und mitnehmen können
Das als heilkräftig geltende Wasser des Brunnens wird heute an eine Ausgabestelle gepumpt, an der die Gläubigen es zapfen und mitnehmen können

Die Koran-Sure 38 mahnt: Und gedenke unseres Dieners Ijob! (Damals), als er seinen Herrn anrief (mit den Worten): Der Satan hat Mühsal und Pein über mich kommen lassen! erhörten wir ihn und sagten:) Stampfe mit deinem Fuß (auf die Erde)! Das (was du dann vor dir siehst) ist ein kühles Bad (das dir Heilung bringen wird) und ein (labender) Trunk. Und wir schenkten ihm seine Familie (wieder) und noch einmal so viel dazu, aus Barmherzigkeit von uns und als eine Mahnung für diejenigen, die Verstand haben. Und (wir sagten weiter zu ihm): Nimm ein Bündel (Zweige) in die Hand und schlag damit zu (um auf diese Weise den Eid, den du abgelegt hast, einzulösen)! Und werde nicht eidbrüchig! Wir fanden, daß Hiob geduldig war. Welch trefflicher Diener (Allahs)! Er war (wahrhaft) bußfertig.

Eine andere Legende mit diesem Ort verbundene Legende betrifft das Mandylion, das Tuch mit dem Antlitz Jesu, das Veronika erhalten hatte. Demnach wurde dieses Tuch an König Abgar V. nach Edessa gesandt, diesem aber von einem Besucher der Stadt gestohlen. Der Fremde übernachtete im Kosmas und Damian geweihten Kloster und das Tuch begann mitten in der Nacht in geheimnisvollem Licht zu strahlen. Aus Furcht, gefangen genommen und zum Tod verurteilt zu werden, warf der Dieb das Tuch in den Brunnen des Ijob, der daraufhin in hellstem Licht erstrahlte, wodurch das Tuch entdeckt, gerettet und anschließend im Kloster restauriert werden konnte.

fotografiert am 28. Mai 2013

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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 01.08.2020
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel
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