Albert Petrenia
auch: Adalbert
polnischer Name: Wojciech
Gedenktag katholisch: 20. April
Name bedeutet: der freudige Krieger (polnisch)
Das Kind Albert war angeblich das Opfer eines jüdischen Ritualmordes.
Demnach wurde er, als er von der Feldarbeit allein nach Hause ging und sich verirrte, von den Juden festgehalten, einige Tage in einer unterirdischen Kammer verborgen an ihrem Pessachfest getötet. Der verstümmelte Leichnam des Kindes wurde in einem Teich gefunden und von Alberts Vater erkannt. Der Verdacht fiel auf die Juden und wurde untermauert von einer in deren Diensten stehenden Magd, die aussagte, sie habe Albert während seiner Gefangenschaft das Essen gebracht. Die Juden wurden vor Gericht gestellt und zwei von ihnen verurteilt, gevierteilt zu werden; der dritte, geständige, wurde ins Gefängnis zurückgeführt. Dort soll er sich selbst den Hals abgeschnitten haben, woraufhin auch sein Leichnam gevierteilt wurde.
Der Pfarrer der Mutterkirche in Puck erbat sich den Leichnam des Kindes, den er zuerst in seiner Hauskapelle und dann in der Kirche ausstellen ließ. 1600 wurden die Gebeine in die Kapelle, dann in die Kirche des damaligen Jesuitenkollegs - heute das Stanisław-Staszic-Gymnasium - nach Lublin gebracht, später aber in die Hauskapelle des Kollegs versetzt, da der Vatikan die öffentliche Verehrung - wie bei allen angeblichen Ritualmodopfern - nicht bestätigte.
Heiligenlexikon
als USB-Stick oder als DVD
Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon
Artikel des Ökumenischen Heiligenlexikons bei Google gezielt anzeigen
Seite zum Ausdruck optimiert
Unser Reise-Blog:
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.
Empfehlung an Freunde senden
Artikel kommentieren / Fehler melden
Fragen? - unsere FAQs antworten!
Impressum - Datenschutzerklärung
Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Xenophon
Drume
Harmöt
Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 20.08.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph
Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.