Ökumenisches Heiligenlexikon

Hugo von Mâcon

französischer Name: Hugues

1 Gedenktag katholisch: 10. Oktober

Name bedeutet: der Denker (althochdt.)

erster Abt in Pontigny, Bischof von Auxerre
* um 1085 in Vitry-lès-Cluny bei Mâcon in Frankreich
† 10. Oktober 1151 in Pontigny in Frankreich


Das Schloss in Vitry-lès-Cluny, in dem Hugo geboren wurde
Das Schloss in Vitry-lès-Cluny, in dem Hugo geboren wurde

Hugo war Priester. Wohl 1113 schloss er sich Bernhard von Clairvaux an und wurde Zisterziensermönch im Kloster Cîteaux nahe Saint-Nicolas-lès-Cîteaux bei Beaune. 1114 wählte Abt Stephan Harding ihn aus, das erste Tochterkloster in Pontigny zu gründen und als erster Abt zu leiten. Zusammen mit Bernhard verfasste er zahlreiche Briefe an kirchliche und staatliche Behörden und entwickelte sein Kloster; seinem Wirken wird die Gründung von acht weiteren Filiationen zugeschrieben.

Im August 1137 wurde Hugo zum Bischof von Auxerre gewählt als Nachfolger von == Hugo von Montaigu. Zum Empfang der vielen Gäste wirkte in seinem Haus ein Laienbruder der Zisterzienser. Gerühmt wurden Hugos Geduld und sein Sinn für Gerechtigkeit, besonders in den Konflikten mit den Grafen von Nevers. Er unterstützte die Reformen von Papst Gregor VII. und holte Prämonstratenser zur Übernahme der nach Marcianus „dem Hirten” benannten Abtei Saint-Marien - sie stand an der Stelle des heutigen Wohnkomplexes Résidence La Tournelle - in Auxerre.

Hugos Grab in der Abteikirche in Pontigny, Foto von 1919 oder älter
Hugos Grab in der Abteikirche in Pontigny, Foto von 1919 oder älter

Hugo wurde in der Abteikirche in Pontigny bestattet. 1567 öffneten die Hugenotten sein Grab, fanden seinen Körper und die bischöflichen Gewänder unversehrt und verbrannten ihren Fund.

In der Französischen Revolution wurde das Kloster Cîteaux 1790 aufgehoben, die Mönche wurden vertrieben, die Gebäude verkauft. 1898 konnten Trappisten das Kloster wieder beleben, 1999 wurde die seit 1998 gebaute neue Kirche geweiht. In der Französischen Revolution wurde auch das Kloster in Pontigny aufgehoben, 1791 wurden die Gebäude verkauft und dann weitgehend abgerissen, nur das Gebäude der Laienbrüder und die Kirche - die größte erhaltene Kirche eines Zisterzienserklosters - blieben erhalten. 1954 errichtete die Mission de France, - die Gemeinschaft der Arbeiterpriester - auf dem Gelände ihr Priesterseminar, das 1968 nach Le Perreux-sur-Marne verlegt wurde und heute auch Laien ausbildet; die Kirche in Pontigny blieb aber die Kathedrale der Territorialprälatur Mission de France. Auf dem Gelände ist nun ein Luxushotel und Gourmetrestaurant.

Die neue Kirche und Teile des Klosters Cîteaux können im Rahmen einer Führung besichtigt werden, dafür ist eine Reservierung erforderlich: E-Mail: visites@citeaux-abbaye.com; die Gebühr beträgt 10,50 €. (2024)
Die Kirche des Klosters in Pontigny kann täglich von 10 Uh bis 17.30 Uhr besichtigt werden, der Zugang erfolgt über die Hotel-Rezeption, die Gebühr beträgt 10 €, dafür gibt es einen Audio-Führer.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 26.10.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 2. Band: E-H. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1861
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Hugues_de_M%C3%A2con - abgerufen am 18.07.2023
• http://auxerre.historique.free.fr/Personnages/eveques/le_bienheureux_hugues_de_macon.htm - abgerufen am 18.07.2023
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_Pontigny - abgerufen am 25.10.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Mission_de_France - abgerufen am 25.10.2026
• https://missiondefrance.fr/ecole-pour-la-mission/?sfw=pass1792918169 - abgerufen am 25.10.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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