Ökumenisches Heiligenlexikon

Johannes in Puteo

deutscher Beiname: im Brunnen

1 Gedenktag katholisch: 30. März

1 Gedenktag orthodox: 30. März

Name bedeutet: Gott ist gnädig (hebr.)

Einsiedler
350 im 4. Jahrhundert in Herakleia Cybistra am Pontus, heute Ereğlisi am Schwarzen Meer in der Türkei


Ikone
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Johannes war, so die Überlieferung, Sohn der gottesfürchtigen Frau Juliana und hatte eine Schwester namens Themistia. Schon in jungen Jahren wurde Juliana Witwe; als die Verfolgung der Christen - also die Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian und Galerius oder jene unter Kaiser Julian Apostata - ausbrach, zog sie sich mit ihren Kindern in ein Haus zurück und versteckte sich. Johannes besuchte heimlich eine Kirche in Herakleia Cybistra und floh dann auf Anraten eines ihm bekannten Mannes in die Einsamkeit, wohin ihm Engel den Weg zeigte. Dort fand er einen ausgetrockneten Brunnen voller Skorpione, Schlangen und anderer Reptilien; er stieg in diesen hinab und wurde vom Engel beschützt, so dass er unverletzt blieb. Der Brunnen war fast 20 Meter tief; Johannes hielt sich darin 40 Tage ohne Speise und Trank auf und widerstand auch allen teuflischen Versuchunen, bis der Engel ihm wieder Nahrung brachte. Nach 10 Jahren besuchte ihn der Einsiedler Chrysios und wunderbarer Weise hob sich der Boden des Brunnens auf Höhe der Umgebung an, so dass sich die beiden begegnen konnten. Johannes erzählte ihm seine Lebensgeschichte und starb.

Chrysios bestattete Johannes und pflanzte auf dem Grab eine Palme, die sogleich Wurzeln schlug und zu einem prächtigen Baum wurde. Dann ging er zu einem erfahrenen Mann, dem er Johannes' Lebensgeschichte erzählte, und den er bat, sie aufzuschreiben.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 12.01.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 3. Band: [I]K-L. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1869
• https://www.johnsanidopoulos.com/2017/03/synaxarion-of-saint-john-of-well.html - abgerufen am 12.01.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.