Maria Rosa Julia Billiart
französischer Name: Marie-Rose-Julie
Gedenktag katholisch: 8. April
Name bedeutet: M: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)
R: die Rose (latein.)
J: aus dem Geschlecht der Julier (latein.)
Maria Rosa Julia, sechstes von sieben Kindern von Jean-François Billiart und Marie geb. Debraine, half dem Pfarrer in der Kirche ihres Heimatortes schon in ihrer Jugend beim Erzählen biblischer Geschichten für Kinder und beim Katechismus-Unterricht. Als sie 23 Jahre alt war, erschrak sie ob eines Schusswaffen-Anschlags auf ihren Vater so sehr, dass sie gelähmt wurde. 22 Jahre lang blieb sie oft bettlägrig, empfing aber täglich die EucharistieDie Eucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi. Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. und unterrichtete in ihrem Elternhaus weiterhin Kinder ihres Dorfes.
Während der Französischen Revolution beschuldigte man Maria Rosa Julia, verfolgten Priestern Unterschlupf zu gewähren,
deshalb sollte sie auf dem Platz vor der Kirche
ihres Dorfes verbrannt werden, konnte aber mit Hilfe von Freunden fliehen und kam nach
Amiens, wo sie bei der Gräfin Baudoin Zuflucht fand.
1803 gründete sie zusammen mit Gefährtinnen in Amiens die Kongregation der Soeurs de Notre-Dame
, die Schwestern
Unserer Lieben Frau
mit der Zielsetzung der Erziehung und Unterweisung junger Frauen. Ihr Beichtvater
gab der Gemeinschaft eine an die der Jesuiten angelehnte Regel. Im Jahr darauf genas
Maria Rosa Julia auf wunderbare Weise nach 30 Jahren der Lähmung.
Die Kongregation wuchs schnell, aber 1809 versuchte ein Abt aus Amiens, ihr eine klösterlichem Leben ähnliche Regel zu
verpasen; Maria Rosa Julia wehrte sich, schließlich verlies sie deshalb Frankreich und fand in
Namur in Belgien eine neue Heimat. Bis auf zwei folgten
ihr alle Schwestern der Soeurs de Notre-Dame
nach Namur, wo das neue - bis heute bestehende - Mutterhaus eröffnet wurde.
In den letzten sieben Jahren ihres Lebens festigte Maria Rosa Julia die junge Kongregation. Von 1804 bis 1816 wurden 15 Klöster
gegründet, Maria Rosa Julia unternahm als Generaloberin über hundert Reisen, um diese regelmäßig zu besuchen. Im Januar 1816
erkrankt sie und starb drei Monate später. Kurz vor dem Tod der Gründerin wurde die Gemeinschaft in Frankreich wieder zugelassen.
Maria Rosa Julia Billiart wurde in der Kapelle des Mutterhauses der Soeurs de Notre-Dame
in
Namur bestattet.
Das Geburtshaus von Maria Rosa Julia Billiart in Cuvilly wurde 1918 im Krieg zerstört, 1934 wurde es wieder aufgebaut, 1995 erneuert und mit einer Kapelle ergänzt.
Kanonisation:
Papst Pius X. sprach Julia am 13. Mai 1906
selig, Papst Paul VI. sprach sie am 22. Juni 1969
heilig.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Das
Geburtshaus von Maria Rosa Julia Billiart mit der
Kapelle in Cuvilly kann besucht werden. (2026)
Heiligenlexikon
als USB-Stick oder als DVD
Unterstützung für das Ökumenische Heiligenlexikon
Seite zum Ausdruck optimiert
Unser Reise-Blog:
Reisen zu den Orten, an denen die
Heiligen lebten und verehrt werden.
Empfehlung an Freunde senden
Artikel kommentieren / Fehler melden
Fragen? - unsere FAQs antworten!
Impressum - Datenschutzerklärung
Schauen Sie sich zufällige Biografien an:
Eduard Müller
Abraham von Rostov
Julia von Karthago
Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 24.04.2026
Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl.,
Bd. 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996
• https://snddensjb50.org/maison-natale-de-julie - abgerufen am 24.04.2026
• https://fr.wikipedia.org/wiki/Julie_Billiart - abgerufen am 24.04.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.