Ökumenisches Heiligenlexikon

Markus von Atina

auch: von Galiläa
italienischer Name: Marco

1 Gedenktag katholisch: 28. April
Übertragung der Gebeine: 19. Mai

Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)

Bischof von Atina, Märtyrer
* in Galiläa in Israel
um 96 in Atina in Italien


Sitzfigur in der Konkathedrale in Atina
Sitzfigur in der Konkathedrale in Atina

Markus wurde der Überlieferung zufolge von Petrus zum Bischof von Atina geweiht; als seine Kathedrale erbaute der demnache 75 auf den Überresten eines dem Jupiter geweihten Tempels diee Kirche San Pietro. Unter Kaiser Domitian wurde er dann von Heiden ermordet.

Im 11. Jahrhundert wurden Markus' angebliche Reliquien aufgefunden und in die neue Kathedrale von Atina gebracht. Die Nachrichten über Markus gehen zurück auf eine im 12. Jahrhundert im Kloster Montecassino verfasste Legende und auf die Chronik des Bistums Atina. In Atina ist Markus heute eine Kapelle neben der Ruinen der Kirche San Pietro geweiht.

Die Existenz von Markus ist - wie überhaupt die Existenz des Bistums Atina vor dem 11. Jahrhundert - umstritten. Markus von Atina ist möglicherweise derselbe wie Markus von Eca - dem heutigen Troia in Apulien; dort wird der Übertragung der Gebeine am 13. Oktober gedacht.



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 21.01.2026

Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997
• https://visitatina.com/en/luoghi/chiese/chiese-scomparse/chiesa-di-san-pietro - abgerufen am 21.01.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
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