Martin von Vargas
spanischer Name: Martín
Gedenktag katholisch: 6. April
Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)
Martin reiste nach Italien und trat dort dem Hieronymitenorden bei - diese waren in
Rom beheimatet im Kloster an der Kirche Sant'Onofrio al
Gianicolo. Kontakt hatte er offenbar zu den Humiliaten - einer im 12. Jahrhundert in der
Lombardei entstandene Buß- und Armutsbewegung, die damals im Kloster
an der Kirche Santa Cecilia in Trastevere lebten.
Zudem wurde er Beichtvater von Papst Martin V. Von diesem erhielt er später die Vollmacht, reformierte Klöster der
Zisterzienser unabhängig vom Generalkapitel im
Mutterkloster Cîteauxzu gründen, weil die Sitten in
diesem Orden zunehmend gelockert worden waren. Martin kehrte nach Spanien zurück und trat 1420 ins
Kloster Santa María la Blanca - auch Kloster Piedra
genannt - der Zisterzienser in Nuévalos bei Saragossa ein. Um 1425 gründete er die Kongregation von Kastilien
- auch
Observanz von Kastilien
genannt, in der wieder eine strenge Beachtung der ursprünglichen Regel galt und für die er 1434
die Konstitutionen verfasste. 1427 gründete er in Toledo das erste Kloster dieses Ordenszweiges, das
Kloster Monte Sion - heute von
Trappisten bewohnt. 1430 wurde er Abt im
Kloster Santa María in Valbuena de Duero bei
Valladolid; dort hatte sich Fernando de Santa Colomba das Amt widerrechtlich angeeignet. Dieser erhob nun Einspruch bei der
Ordensleitung der Zisterzienser und es begann eine Zeit der verdeckte Verfolgung des Reformators, gipfelnd 1445 in einem
Beschluss zu seiner Exkommunikation und seiner kurzzeitigen Verhaftung. Martin starb dann im damaligen
Kloster Santa María de Valdeiglesias in Pelayos de
la Presa bei Madrid.
Im Kloster Santa María la Blanca in Nuévalos wurde 1534 erstmals in Europa Schokolade hergestellt. Es wurde 1835 aufgehoben und dann verkauft, heute ist es eine Touristeneinrichtung und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Aragoniens.
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Autor: Joachim Schäfer
- zuletzt aktualisiert am 09.02.2026
Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 4. Band: M-P. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von
J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1875
• https://es.wikipedia.org/wiki/Mart%C3%ADn_de_Vargas - abgerufen am 08.02.2026
• Martyrologium Sancrucense. Heiligenverzeichnis für das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz. 4. Aufl., Heiligenkreuz 2011
• https://historia-hispanica.rah.es/biografias/45118-martin-de-vargas - abgerufen am 09.02.2026
korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.