Ökumenisches Heiligenlexikon

Paraskeva von Epibatos

1 Gedenktag katholisch: 14. Oktober

Name bedeutet: die Zurüsterin auf den Sabbath - also: Freitag (griech.)

Einsiedlerin
* in Epibatos, heute Selimpașa in der Türkei
um 950 daselbst


Paraskeva war eine Schwester von Euthymios „dem Wundertäter”. Als sie im Alter von zehn Jahren mit ihrer Mutter einen Gottesdienst besuchte, durchbohrten die Jesusworte Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst (Matthäusevangelium 16, 24) ihr Herz und sie verteilte fortan ihre Kleidung an Bedürftige. Nach dem Tod ihrer Eltern ging sie nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul -, ließ sich im geistlichen Leben unterweisen und lebte dann fünf Jahre lang an der Kirche der Allerheiligsten Gottesgebärerin in Herakleia am Pontus - dem heutigen Ereğlisi - am Schwarzen Meer. Dann unternahm sie eine Pilgerreise ins Heilige Land und überquerte nach dem Besuch der heiligen Stätten den Jordan, begab sich in die Wüste und lebte dort asketisch. Im Alter von 25 Jahren gebot ihr ein Engel die Rückkehr in die Heimat. Sie gehorchte und starb dort nach zwei weiteren Jahren mit unaufhörlichem Fasten und Beten.

serbische Ikone
serbische Ikone

Paraskeva wurde in einem namenlosen Grab nahe am Meer bestattet. Jahre später wurde der schon verwesende und Gestank verströmende Leichnam eines toten Seemanns an Land gespült und neben Paraskeva begraben. Der Totengräber Georg hatte dann einen Traum - und eine fromme Frau namens Euphemia einen ähnlichen Traum -, der ihnen mitteilte, wer Paraskeva war und dass man sie nicht in dieser unwürdigen Gesellschaft lassen könne. Ihre Gebeine wurden daraufhin ausgegraben, man fand sie duftend und unversehrt und brachte sie in die Kirche der Apostel Petrus und Paulus, wo dann viele Menschen von verschiedenen Krankheiten geheilt wurden und Blinde ihr Augenlicht wiedererlangten. Dort blieben die Reliquien etwa 175 Jahre lang. 1238 kamen sie in die damalige Kathedrale nach Tarnowo - das heutige Weliko Tarnowo - in Bulgarien; dort verfasste Patriarch Euthymios ihre Lebensbeschreibung und legte den 14. Oktober als Gedenktag fest. 1393 gelangten die Reliquien zum Schutz vor den Türken in den Besitz der Fürstin von Serbien und Äbtissin Angelina Brancovic, die sie in die Ružica-Kirche in der Festung von Belgrad brachte. Nach dem Fall Belgrads an die Osmanen 1521 kamen sie nach Konstantinopel in die Georgskathedrale, die Kirche des Patriarchen. 1641 verkaufte Patriarch Parthenios der Ältere sie aus Geldnot an Fürst Basileios von Moldavien, der sie im Kloster Trei Ierarhi in Iași in Rumänien niederlegte. 1888 konnten sie dort aus einem Brand gerettet werden und wurden in die Metropolitankathedrale von Iași übertragen, wo sie sich bis heute befinden.

Patronin Patronin des Fürstentums Moldau und des Balkans





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 24.01.2026

Quellen:
• https://www.johnsanidopoulos.com/2010/10/saint-paraskeva-petka-new-of-epivato.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.