Ökumenisches Heiligenlexikon

Sundar Singh

in Panjabi: ਸਾਧੂ ਸੁੰਦਰ ਸਿੰਘ;

Gedenktag evangelisch: 16. April

1 Gedenktag anglikanisch: 19. Juni

Name bedeutet: der Schöne (Sanskrit)

Glaubensbote
* 3. September 1889 in Rampur bei Doraha im Bundesstaats Punjab in Indien
1929 im Himalaya-Gebirge


Sundar Singh
Sundar Singh

Sundar Singh war Sohn einer wohlhabender Familie. Sein Vater war Sikh, seine Mutter Hindu. Beim Besuch der Ewing Christian High School in Ludhiana, wo er Englisch lernen sollte, kam er mit dem Christentum in Berührung, das er zunächst ablehnte, aber nach einer Lebenskrise und einer dann im Alter von 15 Jahren empfangenen Vision offenbarte er seinem Vater - seine Mutter war inzwischen gestorben -, dass er als Missionar der Botschaft Jesus Christi widmen wolle. Sein Vater verstieß ihn daraufhin, sein Bruder versuchte, ihn zu vergiften. Er trennte sich von seiner Familie und wurde an seinem 16. Geburtstag in der anglikanischen Christ Church in Shimla im Bundesstaat Himachal Pradesh getauft. Er lebte nun ohne Besitz streng asketisch und empfing zahlreiche Visionen. Seine Hauptaufgabe sah er darin, durch die Dörfer zu ziehen und das Evangelium zu verkünden, dafür reiste er mehrfach ins Himalaya-Gebirge und bis nach Tibet. Diese entbehrungsreichen Reisen brachte ihm den Beinamen Apostel mit den blutenden Füßen ein. Viele seiner Landsleute bekehrte er zum Christentum. Nach einer Vortragsreise in Südindien wurde er eingeladen und reiste über Burma / Myanmar nach Singapur, in chinesische Großstädte und bis nach Japan. 1919 bis 1922 bereiste er Asien, Europa, die USA und Australien und kritisierte den westlichen Materialismus und seine mangelnde Spiritualität.

Sundar Singhs Haus in Subathu
Sundar Singhs Haus in Subathu

Ab 1922 missionierte Sundar Singh wieder in Indien. Er söhnte sich mit seinem Vater aus, der ihm nach seinem Tod Geld vermachte, mit dem er ein kleines Haus in Subathu bei Shimla kaufen konnte. Dort verfasste er von 1925 bis 1927 mehrere Bücher über christliche Spiritualität. 1929 trat er wieder eine Reise nach Tibet an, kam dort aber nicht an und ist bis heute verschollen; auch Suchexpeditionen blieben ohne Erfolg.

Sundar Singhs Verkündigung basierte ganz in den Traditionen des indischen Kulturkreises; er verzichtete auf westliche Philosophie und erreichte dadurch gerade die einfachen Menschen. Viele sagten: Er sieht nicht nur aus wie Jesus, er spricht auch so, wie Jesus gesprochen haben muss. Er fühlte sich keiner Konfession angehörig und versuchte auch nicht, eine eigene Kirche zu gründen, sondern pflegte Gemeinschaft mit Christen aller Konfessionen.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 13.08.2026

Quellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Sundar_Singh - abgerufen am 13.08.2026
• https://en.wikipedia.org/wiki/Sundar_Singh - abgerufen am 13.08.2026
• https://sadhusundarsingh.org - abgerufen am 13.08.2026
• https://livres-mystiques.com/partieTEXTES/SundarSing/bibliog.html - abgerufen am 13.08.2026

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.