Ökumenisches Heiligenlexikon

Valerius und Gefährten

5 Gedenktag katholisch: 23. April

5 Gedenktag orthodox: 23. April

5 Gedenktag syrisch-orthodox: 23. April

Name bedeutet: der Gesunde oder aus dem Geschlecht der Valerier (latein.)

Märtyrer
303 (?) in Melitene, heute Battalgazi bei Malatya in der Türkei (?)


griechische Ikone: Anatolios und Protoleon
griechische Ikone: Anatolios und Protoleon

Valerius, Anatolius, Protoleon und Athanasius sowie Glycerius waren Männer, die der Legende über Georg dem Märtyrer zufolge dessen Gefangenschaft und Martyrium miterlebten, sich zum Christenglauben bekehrten und deshalb ihr Leben ließen.

Anatolios und Protoleon waren Soldaten im Rang eines Chiliarchen - eines Hauptmanns, der jeweils Anführer von 1000 Soldaten war. Sie sahen, wie Georg die Qualen mit dem Rad unverseht überlebt hatte; deshalb bekehrten sie sich, woraufhin der Kaiser ihre sofortige Hinrichtung durch Enthauptung befahl, was sogleich vor der Stadt vollzogen wurde.

Athanasius war Zauberer und Magier. Nachdem Statthalter Dadianus die Erfolglosigkeit seiner Bemühungen einsah, Georg durch Foltern zu brechen, sandte er ein Sendschreiben an die ganze Welt: er suche einen Magier, der Georg zum Einlenken bewegen könne. Daraufhin meldete sich Athanasius; zum Beweis seiner Zauberkräfte flüsterte er einem Ochsen etwas ins Ohr, woraufhin der in zwei genau gleich schwere Teile zerrissen wurde. Dann wurde Georg geholt und ihm gesagt, er müsse in Wettstreit mit Athansius treten: Du musst ihn töten, oder er wird dich töten. Athansius gab Georg einen verzauberten Becher zum Trinken, aber diesem widerfuhr keinerlei Schaden. Auch einen zweiten, noch magischer aufgeladenen Becher trank Georg schadlos aus, deshalb anerkannte Athansius nun die Macht Jesu Christi und bekehrte sich, weshalb der entzürnte Statthalter ihn vor der Stadt mit dem Schwert hinrichten ließ.

Der arme Bauer Glycerius besaß nur einen einzigen Ochsen, der jedoch beim Pflügen seines Feldes verendete. Deshalb ging er wie viele andere des Nachts zum Gefängnis, in dem Georg einsaß, und bestach die Wachen, um Zutritt zu bekommen. Er flehte Georg um Hilfe an, die sogleich erfolgte. Als Glykerios bestätigt fand, dass sein Ochse wieder lebt, kehrte er zurück, um Georg zu danken, lobte Gott und wurde deswegen verhaftet und enthauptet.





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Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 02.09.2026

Quellen:
• Vollständiges Heiligen-Lexikon …, 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• https://www.johnsanidopoulos.com/2018/04/holy-martyrs-anatolios-and-protoleon.html
• https://www.johnsanidopoulos.com/2018/04/holy-martyr-athanasios-who-was-magician.html https://www.johnsanidopoulos.com/2019/04/holy-martyr-valerius.html https://www.johnsanidopoulos.com/2015/04/saint-glykerios-farmer-of-nicomedia.html

korrekt zitieren: Joachim Schäfer: Artikel
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://d-nb.info/1175439177 und https://d-nb.info/969828497 abrufbar.