Ökumenisches Heiligenlexikon

Aldric von Le Mans

Gedenktag katholisch: 7. Januar

Name bedeutet: edler Reicher (althochdt.)

Bischof von Le Mans
* 21. Juni 800
† 24. März 857 in Le Mans in Frankreich

Kartenskizze

Aldric, Sohn des Sachsen Sion und der Gerildis aus dem bayerisch-alemannischen Raum, kam im Alter von 12 Jahren Hof von Karl dem Großen nach Aachen. Mit 21 Jahren wurde er unter Bischof Drogo, einem Sohn Karls des Großen, Priester in Metz und wohl Leiter der Domschule. Schon bald wurde er von Karls Sohn, Kaiser Ludwig dem Frommen, als Ratgeber an den Hof zurückgeholt. 832 wurde er Bischof von Le Mans, bekannt vor allem für seine Fähigkeiten im Erbauen von Aquädukten und Kirchen. In den Bürgerkriegen nach Ludwigs Tod musste er sein Bistum aufgeben und ging nach Rom; Papst Gregor IV. ermöglichte ihm aber die Rückkehr. In Verhandlungen mit Pippin, dem König von Aquitanien, gelang es Aldric, die Rückgabe der eingezogenen Kirchengüter zu erreichen und die Klöster wieder seiner Autorität zu unterstellen, er stieß aber auch auf erfolgreichen Widerstand, v. a. des Klosters in Calais. In diesem Zusammenhang entstand möglicherweise die Bistumsgeschichte nach dem Vorbild des Liber Pontificalis der Päpste. Dem Bischof Badurad von Paderborn schenkte er 836 die Reliquien von Liborius von Le Mans.

Catholic Encyclopedia





Quellen:
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck, 1988
• http://www.newadvent.org/cathen/01281a.htm
• Martyrologium Romanum, Libreria Editrice Vaticana, Città del Vaticano, 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000