Gedenktag katholisch: 6. Januar
gebotener Gedenktag in Kanada
nicht gebotener Gedenktag in den USA
Name bedeutet: An: der Mannhafte (griech.)
Al: von Elfen / Naturgeistern beraten (altenglisch / althochdt.)
Alfred Besette war das achte von zwölf Kindern eines Holzfällers. Der Vater starb bei einem Arbeitsunfall, die Mutter an Tuberkulose; er wurde dann von einem Onkel aufgenommen und musste hart arbeiten auf dessen Bauernhof, dann als Schuhmacher, Bäcker, Schmied und auch als Fabrikarbeiter in den USA. 1867 kehrte er nach Kanada zurück und arbeitete dann fast 40 Jahre lang als Pförtner im Notre Dame College in Montréal.
1870 wollte er sich dem Orden vom heiligen Kreuz
anschließen, wurde aber
wegen seiner Armut abgewiesen und erst auf Fürsprache des Bischofs mit dem
Ordensnamen Andreas aufgenommen. Auf seinem Fenstersims mit Blick auf den Mount
Royal stand eine Statue von Joseph,
den er besonders verehrte. Mit besonderer Hingabe widmete er sich Kranken, die
er mit Öl aus einer Lampe der Kapelle des College massierte. Tausende von
Kranken wurden geheilt. Der Orden erbaute dann 1904 mit Geld, das Andreas als
Spenden gesammelt und durch den Verkauf von Josephs-Medaillons erlöst hatte,
eine dem heiligen Joseph geweihte Kapelle auf dem Mount Royal; inzwischen steht
dort das wohl größte Josephsheiligtum der Welt. Dort empfing Andreas nun die
Bittsteller, hörte ihnen zu, betete und massierte sie mit Josephs-Öl. Gegen Ende
seines Lebens erhielt er 80.000 Briefe im Jahr mit Bitten um sein Gebet zur
Heilung von Menschen.
Mehr als 1 Million Menschen begleiteten Andreas Besette bei seiner Bestattung.
Kanonisation:
Andreas Besette wurde 1982 seliggesprochen, Papst Benedikt XVI. sprach ihn am 17. Oktober
2010 in Rom
heilig.
Auf Englisch und Französisch informiert das St.-Josephs-Oratorium
auf dem Mount Royal.
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