|
Balbina war nach der durch Ado von Vienne aufgrund einer Legende aus dem 6. Jahrhundert geschaffenen Lebensgeschichte die Tochter des römischen Tribunen und Kerkermeisters Quirinus. Dieser ließ demnach den römischen Bischof Alexander I. und den Präfekten Hermes als Christen in getrennten Gefängnissen scharf bewachen, musste aber erleben, dass Alexander dem Hermes erschien: von einem Engel geführt, ohne Fesseln und ohne den anderen Kerker verlassen zu haben. Quirinus bat Alexander um ein weiteres Zeichen: die Heilung seiner an einem Kropf leidenden Tochter Balbina. Alexander gab Quirinus den Auftrag, nach den Ketten des Petrus suchen; der fand sie, seine Tochter Balbina küsste die Kette und war geheilt.
So bekehrt und dann von Alexander getauft, erlitten Vater und Tochter den Martertod durch Enthauptung.
Balbinas Grab ist angeblich in dem nach ihr benannten Friedhof am Vicolo delle Sette Chiese - heute Teil der Callistus-Katakomben - in Rom festgestellt worden. Dieser Friedhof geht aber tatsächlich eher auf eine Stifterin Balbina als auf die Märtyrerin zurück. Die von ihr ebenfalls gestiftete Kirche wurde erstmals 595 als S. Balbina genannt. Florus von Lyon verzeichnete sie in seinem Martyrologium am 18. Juni, Ado von Vienne wies ihr den heutigen Gedenktag zu.
Attribute:
Kette
Patronin
gegen Kropf und Halsleiden
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||