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Bonifatius war wohl der Sohn des römischen Priesters Jocundus und diente unter Innozenz I. als päpstlicher Gesandter in Konstantinopel.
Einen Tag nach dem Tod von Papst Zosimus am 27. Dezember 419 besetzte eine aus Diakonen bestehende Oppositionsgruppe die Lateransbasilika, verwehrte den Priestern gewaltsam den Zutritt und wählte den Diakon Eulalius zum Papst. Die Fraktion der Priester traf sich am folgenden Tag in der Theodora-Kirche und wählte den betagten Priester Bonifatius in das Amt. Am 29. Dezember wurde Bonifatius in der Kirche des Marcellus geweiht, unterstützt von neun Bischöfen und rund 70 Priestern; Eulalius, der die Anerkennung des Stadtpräfekten Symmachus hatte, wurde zeitgleich in der Lateransbasilika in Gegenwart der Diakone und des Bischofs von Ostia, den man trotz seiner Krankheit herbeigebracht hatte, ins Amt eingesetzt. Präfekt Symmachus bewegte Kaiser Honorius in Ravenna, Eulalius zu bestätigen, Bonifatius wurde aus der Stadt vertrieben. Seine Anhänger erreichten beim Kaiser aber die Einberufung einer SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. der italienischen Bischöfe zur Anhörung beider Rivalen. Diese fand im Februar in Ravenna statt, aber es gelang keine Einigung. Deshalb vereinbarte man ein Konzil der italienischen, gallischen und afrikanischen Bischöfe für den Monat Mai, bis dahin ordnete der Kaiser an, dass sich beide Kontrahenten aus Rom fernzuhalten hätten. Eulalius kehrte aber zurück und besetzte am Karsamstag gewaltsam die Lateransbasilika, damit er den Osterfest-Gottesdienst halten könne. Der Kaiser ernannte daraufhin erzürnt Bonifatius zum Papst; er trat sein Amt dann am 10. April an; Eulalius wurde als Bischof in eine Provinzstadt verbannt. Als Bonifatius Anfang 420 krank wurde, machten Eulalius' Anhänger einen neuen, erfolglosen Versuch, ihn zu verdrängen.
Auf Bonifatius' Antrag ordnete der Kaiser an, daß künftig bei zwiespältiger Papstwahl eine Neuwahl durch den römischen KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. stattfinden müsse. Bonifatius sorgte in seiner Amtszeit mit großem Eifer für Ordnung und Zucht in der Kirche. Er widerrief Befugnisse, die sein Vorgänger Zosimus den Ortsbischöfen eingeräumt hatte und stärkte so den Primatsanspruch. Die afrikanische Kirche widersetzte sich solchem Zentralismus allerdings mit Nachdruck, 419 lehnte die SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Karthago - dem heutigen Vorort von Tunis - Bonifatius' Einmischung förmlich ab. In Gallien stellte er die von Zosimus zugunsten von Arles geänderte Metropolitanordnung wieder her gab dem Bischof von Narbonne seine Vorrangstellung zurück.
Bonifatius unterstützte Augustinus in seinem Kampf gegen den Pelagianismus. In Auseinandersetzungen mit dem Patriarchen in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - setzte Bonifatius nachdrücklich seine Vorherrschaft über die Bischöfe in Illyrien, Korinth und Thessaloniki durch. Er erneuerte die Bestimmungen von Papst Soter, wonach Frauen keine kultischen Befugnisse, auch nicht mit Hilfsdiensten, wahrnehmen dürfen und untersagte den Sklaven, KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. zu werden.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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