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Zosimus, griechischer oder jüdischer Herkunft, war Presbyter unter Innozenz I. und wurde im März 417 zum Bischof von Rom gewählt. Er betonte - trotz seiner Herkunft - die Oberhoheit des römischen Bischofs, was ihm starke Angriffe der Gegner, vor allem aus Gallien und Afrika, eintrug. Mit der ernennung des rücksichtslosen Bischofs Patroclus von Arles zum Metropoliten auch über Vienne und Narbonne gelang ihm dennoch die Unterstellung der gallischen Kirche. Auch seine schroffe Art führte zu Angriffen gegen seine Person.
Wenig eindeutig war seine Position im Streit um den Pelagianismus,
den er zunächst selbst vertrat: Unter Augustinus'
Führung waren seine Vertreter auf der nordafrikanischen Provinzialsynode in
Mileve - dem heutigen Mila
in Algerien - 416 verurteilt worden; Papst Innozenz
I. hatte der Verurteilung zugestimmt; Zosimus widerrief dies nach seinem
Amtsantritt und erklärte Pelagius und Caelestius für rechtgläubig. Augustinus
kommentierte 417 in einer Predigt *:
Causa finita est - utinam aliquando finiatur error
, die Angelegenheit ist
erledigt - wenn doch irgendwann das Irren aufhörte
- eine Äußerung, die spätere
Apologeten Roms tendenziös in Roma locuta, causa finita
, Rom hat gesprochen,
die Angelegenheit ist erledigt
veränderten. Nach heftigen Reaktionen und Widerstand
besonders aus Adfrika, nach einer Intervention des Kaisers Honorius und nach
entsprechenden Beschlüssen des Konzils von Karthago
- dem heutigen Vorort von Tunis in Tunesien - widerrief Zosimus seinen
Entschluss und verurteilte Pelagius sowie Caelestius im März 418 erneut.
* Sermo 131, 10
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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