Ökumenisches Heiligenlexikon

Crispinus von Viterbo
Taufname: Pietro Fioretti

Gedenktag katholisch: 19. Mai
     gebotener Gedenktag im Kapuzinerorden
Name bedeutet: der mit krausem Haar (latein.)
Ordensmann
* 13. November 1668 in Viterbo in Italien
† 19. Mai 1750 in Rom
Kartenskizze

Pietro Fioretti war Schuster. 1693 trat er als Laienbruder in den Kapuzinerorden ein, nahm den Ordensnamen Crispinus an und war in verschiedenen Klöstern als Koch und Gärtner, als Kranken- und Sammelbruder tätig. Seine Fröhlichkeit und Hilfsbereitschaft machte ihn beliebt, er wanderte als Religionslehrer umher und wurde ein geschätzter Ratgeber. Ab 1702 lebte er im Konvent in Viterbo, ab 1748 im Kloster S. Maria della Concezione in Rom. Er hatte Freude an Poesie, hat selbst mehrere Schriften verfasst und soll zahlreiche Wunder vollbracht haben.

Glassarkophag des Crispinus in der Kapuzinerkirche in Viterbo

Glassarkophag des Crispinus in der Kapuzinerkirche in Viterbo   

1983 wurde sein Glassarg mit dem unversehrten Leichnam von der Kapuzinerkirche S. Maria della Concezione in Rom in die Kapuzinerkirche nach Viterbo überführt.

Kanonisation: Crispinus wurde am 26. August 1806 von Papst Pius VII. seliggesprochen. Seine Heiligsprechung war 1982 die erste Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II. nach dem Antritt seines Pontifikats.

Catholic Encyclopedia





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990


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