Ökumenisches Heiligenlexikon

Eduard der Märtyrer (von England)

Gedenktag katholisch: 18. März
     Übertragung der Gebeine: 13. Februar
     in England: Übertragung der Gebeine: 20. Juni
Gedenktag orthodox: 18. März
Name bedeutet: Hüter des Besitzes (althochdt.)
König, Märtyrer
* 963 in England
† 18. März (?) 978 bei Corfe Castle in England
Kartenskizze

Eduard war Sohn des englischen Königs Edgar des Friedfertigen. Erzogen wurde er von Dunstan, dem Erzbischof von Canterbury, und schon im Alter von 13 Jahren wurde er auf dessen Betreiben Regent, wogegen aber seine Stiefmutter Elfrida mit Intrigen opponierte, da sie ihren eigenen Sohn Ethelred als König sehen wollte. Bei einer Jagd ließ sie Eduard schließlich meuchlings erstechen, als er gerade durstig den Becher zum Munde führte.

Münze mit Eduard, 10. Jahrhundert

Münze mit Eduard, 10. Jahrhundert   

Die Überlieferung sagt, dass sich an Eduards Grab schon bald Wunder ereigneten. Zwei Jahre nach seinem Tod wurden seine Gebeine in ein Kloster überführt. Schon 1001 bezeichnete ein Dokument seines Stiefbruders Ethelred, der tatsächlich dann König geworden war, Eduard als Heiligen und Märtyrer.

Attribute: Becher, Dolch
Patron gegen Drüsenkrankheiten

Catholic Encyclopedia





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984


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