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Englmar war Bauernsohn. Er verzichtete auf den väterlichen Besitz und wurde in Passau Schüler eines armenischen Bischofs. Nach dessen Tod wanderte Englmar donauaufwärts und erbaute sich um 1086 beim heutigen St. Englmar eine Einsiedelei. Er war ein ein Freund der Bauern und ein begehrter Tierheiler. Ein mit ihm Lebender neidete ihm das hohe Ansehen im Volk, erschlug Englmar und versteckte den Leichnam im Schnee.
Erst zu Pfingsten wurde der unverweste Leichnam entdeckt, von ihm sei ein strahlener Schein ausgegangen. Der Graf zu Bogen geleitet ihn mit einem Ochsenkarren zu Tal und ließ ihn an der Stelle der heutigen Pfarrkirche begraben.
Bis ins 19. Jahrhundert war St.
Englmar Ziel vieler Wallfahrer, seine Gebeine
sind bis heute über dem Altar
der Kirche zu sehen. Am Pfingstmontag findet in St. Englmar noch heute das
Englmarisuchen
statt: eine lebensgroße Holzfigur des Heiligen wird im Wald
versteckt, gefunden und in festlichem Zug zurückgebracht.
Kanonisation:
Englmar wurde nach einem alten Manuskript 1188 seliggesprochen.
Patron
für eine gute Ernte
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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