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Eckart schloss sich in seiner Jugend in Erfurt
dem Dominikanerorden an und wurde in
Köln,
dann in Paris
ausgebildet. 1302 legte er in Paris die Magisterprüfung ab - daher sein Beiname -
und bekleitete dann verschiedene höhere Funktionen in seinem Orden. Er wirkte
dann als Lehrer an der Universität in Paris, gleichzeitig wurde er der erste
Provinzial seines Ordens in Deutschland: von 1303 bis 1311 betreute er von
Erfurt aus die Großprovinz Saxonia
, die sich von Holland bis in die Mark
Brandenburg erstreckte. Ab 1314 wirkte er für seinen Orden von Straßburg
aus, nun gelangte er auch als Prediger zu höchstem Ruhm, zugleich wurde er der
bedeutendste deutschsprachige Mystiker.
Kirchentür zum Gedenken an Meister Eckhart, an der Predigerkirche in Erfurt
![]()
Eckarts Ziel war die Einswerdung der menschlichen Seele mit Gott, die unio
mystica
als Geburt Gottes im Seelengrund. Eckart scheute auch kühne und
spekulative Ansichten nicht; er legte dabei den Grundstein für eine neue
religionsphilosophische und mystische Begrifflichkeit in der deutschen Sprache.
Thomas von Aquin, der
Neuplatonismus, arabische Denker und der jüdische Philosoph Moses Maimonides
haben Eckarts Denken geprägt, er hat es seinen Schülern Johannes
Tauler und Heinrich Seuse
weitergegeben.
1322 kam Eckart als Leiter des Grundstudiums nach Köln.
Er geriet aber immer mehr mit der katholischen Kirche in Konflikt, für die Lehre
der Kirche beachtete er den Unterschied zwischen dem Sein Gottes und dem der
Geschöpfe zu wenig. 1326 wurde er vor der Inquisition
angeklagt und musste sich mehrfach in Avignon
dem Verfahren stellen; vorgehalten wurde ihm z. B. der Satz dass Gott nicht
über uns steht, sondern in uns Menschen lebt
. Eckart widerrief, trotzdem starb
er zwei Jahre später im Ruf eines Irrlehrers. Papst Johannes XXII. verurteilte
1329 - kurz nach Eckarts Tod - 17 Textstellen aus seinen Werken als häretisch -
und 11 als häresieverdächtig.
Literatur von und über Meister Eckhart
Eine
schöne Homepage
über Meister Eckhart hat Eckhart Triebel zusammengestellt mit Informationen
zu Eckharts Leben und Werk, dem Text der Bulle In agro dominico
von 1329 und
umfangreichen Informationen zur Zeit und Umwelt.
Online zu
lesen gibt es Predigten,
Traktate und Sprüche von Eckhart bei der Bibliothek Zeno.org.
Das
mittelhochdeutsche Original und eine Transkription in heutiges Deutsch gibt es
bei der Uni Klagenfurt (?) für die Predigt
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und Auszüge einiger Traktate.
Die
Eckhart Society
in England hat eine englischsprachige
Homepage, die Einblicke in ihre Aktivitäten zur Pflege seines Vermächtnisses
gibt.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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