Ökumenisches Heiligenlexikon

Geert Groote (Gerhardus Magnus)

Gedenktag evangelisch: 21. August
Name bedeutet: der Speerstarke (Kurzform - althochdt.)
Mönch, Prediger
* im Oktober 1340 in Deventer in den Niederlanden
20. August 1384 daselbst
Kartenskizze

Geert Grote war Domprediger in Utrecht, entschloss sich dann aber zum Eintritt in ein Kartäuserkloster. Jan van Ruysbroek überzeugte ihn, als Bußprediger zu wirken, er wanderte mit bischöflicher Vollmacht als solcher durch die südlichen Niederlande. Seine Predigt und Seelsorge beruhten auf seinen eigenen Lebenserfahrungen, er erzielte große Wirkung beim Volk. Da er aber auch Missstände bei den Orden und Geistlichen anprangerte, wurde ihm die Predigterlaubnis wieder entzogen. Groote gehorchte, ging nach Deventer und scharte ab 1381 einen Kreis Gleichgesinnter um sich, mit dem er ein gemeinsames Leben ohne Gelübde führte. Dieser Kreis wirkte vor allem auf das Erziehungswesen ein und prägte das Schulwesen am Vorabend der Reformation.

Gert Groote wurde damit Begründer der devotio moderna, einer der deutschen Mystik verwandten religiösen Erneuerungsbewegung des 14./15. Jahrhunderts, die eine persönliche, innere Frömmigkeit in der Nachfolge Christi erstrebte. Ihre Träger wurden die Brüder vom gemeinsamen Leben und die Windesheimer Kongregation der Augustinerchorherren.

Geert Grote starb an der Pest, die er sich bei der Pflege eines Freundes zuzog.

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Quellen:


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