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Geert Grote war Domprediger in Utrecht, entschloss sich dann aber zum Eintritt in ein Kartäuserkloster. Jan van Ruysbroek überzeugte ihn, als Bußprediger zu wirken, er wanderte mit bischöflicher Vollmacht als solcher durch die südlichen Niederlande. Seine Predigt und Seelsorge beruhten auf seinen eigenen Lebenserfahrungen, er erzielte große Wirkung beim Volk. Da er aber auch Missstände bei den Orden und Geistlichen anprangerte, wurde ihm die Predigterlaubnis wieder entzogen. Groote gehorchte, ging nach Deventer und scharte ab 1381 einen Kreis Gleichgesinnter um sich, mit dem er ein gemeinsames Leben ohne Gelübde führte. Dieser Kreis wirkte vor allem auf das Erziehungswesen ein und prägte das Schulwesen am Vorabend der Reformation.
Gert Groote wurde damit Begründer der devotio moderna
, einer der deutschen
Mystik verwandten religiösen Erneuerungsbewegung des 14./15. Jahrhunderts, die
eine persönliche, innere Frömmigkeit in der Nachfolge Christi
erstrebte. Ihre Träger wurden die Brüder vom gemeinsamen Leben
und die
Windesheimer Kongregation der Augustinerchorherren.
Geert Grote starb an der Pest, die er sich bei der Pflege eines Freundes zuzog.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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